Ein Besuch in der Kaserne Ried: Taufkirchner wurde Traum erfüllt
TAUFKIRCHEN/RIED. Seit einem Autounfall sitzt der Taufkirchner Josef Dorf im Rollstuhl. Einer seiner größten Wünsche war es, seine alten Kameraden in der Rieder Kaserne zu besuchen. Dieser Wunsch wurde ihm von seinen Betreuern erfüllt.

Josef Dorn aus Taufkirchen an der Pram war ein sportlicher junger Mann. Kickte aktiv bei seinem Heimatverein SV Taufkirchen und lebte ein ganz normales Leben. Bis am 16. Oktober 1999 ein tragischer Unfall von heute auf morgen alles veränderte. Seitdem sitzt der Innviertler im Rollstuhl, ein Leben ohne Betreuung ist unmöglich. Seit 2012 kommt Dorn in die Caritas Werkstätte nach Andorf. Eine seiner Betreuerinnen ist Claudia Gimplinger. Die beiden kennen sich von klein auf, da beide in Taufkirchen aufwuchsen. Josef berichtete ihr oft von seiner Zeit bei den Panzergrenadieren in Ried. Wie sehr es ihm dort gefallen hat und es sein Herzenswunsch wäre, noch einmal die Kaserne zu besuchen. Da der Lebensgefährte der Betreuerin, Alexander Friedsam, beim Panzergrenadierbataillon dient, erzählte sie ihm davon. Schnell wurde ein Termin mit Oberst Alfred Steingreß ausgemacht, um alle Details zu besprechen.
Highlight des Tages
„Mein Dank geht an alle Verantwortlichen der Kaserne in Ried. Sie haben sofort ihre vollste Unterstützung angeboten. Dafür bin ich sehr dankbar“, so Gimplinger. Eine große Stütze bei der Umsetzung des Projektes bekam Gimplinger von Bezugsbetreuer Wolfgang Denk. „Josef wusste zwar, dass er mit seinen Betreuern einen Ausflug in die Kaserne macht, aber er hatte keine Ahnung, was er alles erleben sollte“, meint Gimplinger. Nach einer kurzen Begrüßung ging es gleich in den Speisesaal zum gemeinsamen Mittagessen. Danach folgte für den Taufkirchner das Highlight des Tages: Er durfte mit einem Panzer mitfahren. „Während der Panzerfahrt wurde sein Lächeln immer herzlicher und breiter“, so Gimplinger. Wunderschöner Tag Besonders groß war die Freude bei Josef, als er ein paar alte Kameraden traf. Auch ein Abstecher zu seinem ehemaligen Arbeitsplatz, der Küche stand auf dem Programm. Zum Abschluss bekam er noch ein Dekret und einige Geschenke zur Erinnerung überreicht. „Es war ein wunderschöner Tag, der Josef noch lange in Erinnerung bleiben wird“, sagt Claudia Gimplinger.


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