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BEZIRK. Die Generation 60+ wächst in den nächsten Jahren enorm, gleichzeitig sinkt aber vermehrt das Gefühl von Sicherheit und damit die Lebensqualität. Der OÖ Seniorenbund hat sich als Jahresmotto gesetzt „Sicher leben in den besten Jahren“ für die stark wachsende Generation 60+ im Bezirk Schärding zu unterstützen.

Josef Pühringer, LH außer Dienst und Landesobmann OÖ Seniorenbund (4. v. l.) bei seinem Besuch in Schärding. (Foto: Tarabic)

Ein Blick auf die demografische Entwicklung des Bezirks zeigt eindeutig: durch den Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in das Pensionsalter steigt die Zahl der Senioren in den nächsten 15 Jahren drastisch an. Im Bezirk Schärding wird die Anzahl der Generation 60+ von derzeit 15.783 auf über 21.312 im Jahr 2050 ansteigen. Das bedeutet, dass im Jahr 2050 36,9 Prozent der Bevölkerung im Bezirk Schärding der Generation 60+ angehören. Aktuell sind es 28,2 Prozent (16.200 Personen). „Die demografische Entwicklung – und ihre Konsequenzen – in allen Lebensbereichen wird daher eine der ganz großen Herausforderungen der Politik der Zukunft sein, denn diese Entwicklung hat, wie schon vorne aufgezeigt, auf alle Lebensbereiche gewaltige Auswirkungen,“ stellen Landesobmann LH a.D. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Franz Ebner klar.

Trendwende

Nicht nur die Senioren werden mehr, sondern auch die Mitgliederzahlen beim Seniorenbund in Schärding steigen an. Aus bekannten Gründen stagnierte während der Pandemie die Zahl der Gesamtmitglieder. Das Jahr 2022, in dem die meisten Veranstaltungen fast ohne Einschränkungen durchgeführt werden konnte, zeigte Wirkung. Erstmal stieg seit Corona die Gesamtmitgliederzahl wieder an. Im vergangenen Jahr konnten im Bezirk Schärding 301 Senioren geworben werden. Besonders erfolgreich waren dabei die Ortsgruppen St. Marienkirchen bei Schärding und Taufkrichen an der Pram., die beide je 35 Senioren von einer Mitgliedschaft beim OÖ Seniorenbund überzeugen konnten. Damit zählt der OÖ Seniorenbund im Bezirk Schärding per 31. Dezember 2022 4.407 Mitglieder und trägt wesentlich zur Gesamtmitgliederzahl des OÖ Seniorenbundes von 75.116 bei. Dadurch hält der OÖ Seniorenbund die Position der größten Seniorenorganisation des Landes und stärkt seine Durchsetzungskraft als größte Interessensvertretung der Generation 60+. „Nach den schwierigen Jahren 2020 und 2021 freut es uns sehr, 2022 die Trendwende bei den Mitgliederzahlen geschafft zu haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass 2023 dieser Aufwärtstrend bei den Mitgliederzahlen anhalten wird.“, blickt der Landesobmann des OÖ Seniorenbundes zuversichtlich in die Zukunft.

Sicherheit

Wie die letzte IMAS-Umfrage im Auftrag des OÖ Seniorenbundes gezeigt hat, ist das Thema Kriminalität bei der Generation 60+ in Oberösterreich nach dem Tief während der Corona- Pandemie wieder ein zunehmendes Sorgenthema: So haben nach 16 Prozent im Jahr 2020 vergangenen Herbst wieder 33 Prozent angegeben, dass ihnen Kriminalität wie Einbruch, Überfall und Diebstahl sehr starke Sorgen macht. Gerade deshalb gilt: ohne Sicherheit keine Lebensqualität. Egal, ob zu Hause, unterwegs oder im Internet – Sicherheit ist ein wesentliches Kriterium für unser Wohlbefinden und ein positives Sicherheitsgefühl leistet einen wesentlichen Beitrag zu unserer Lebensqualität. Aus diesem Grund hat der OÖ Seniorenbund das Thema Sicherheit zu seinem Jahresschwerpunkt 2023 gemacht, und zwar in unterschiedlichen Facetten. So ist damit sowohl Sicherheit im Sinne von - Schutz vor Kriminalität, - Sicherheit im Straßenverkehr - Sicherheit vor Unfällen in der Wohnumgebung gemeint, allesamt Bereiche, die für die Seniorinnen und Senioren besonders relevant sind.

Sicherheitsbroschüre des OÖ Seniorenbundes

Mit Blick auf den Jahresschwerpunkt wurde eine Sicherheitsbroschüre für Senioren erarbeitet, die die genau diese drei Bereiche (Schutz vor Kriminalität, Sicherheit im Straßenverkehr, Sicherheit zu Hause) umfasst. Darin werden einerseits die Risiken für ältere Menschen in diesen Bereichen aufgezeigt und andererseits Tipps zur Prävention gegeben. „Prävention ist für uns beim Thema Sicherheit ein ganz wichtiger Punkt. Denn jede und jeder Einzelne kann viel zu seiner eigenen Sicherheit beitragen. Sowohl kriminelle Handlungen gegen Seniorinnen und Senioren, als auch Unfälle und Stürze können oft durch das richtige Verhalten und gewisse Vorsorgemaßnahmen unterbunden und verhindert werden“, so Pühringer und Ebner.

Lebensretter Notfallpass

Akute medizinische Notfälle sind vor allem für die beteiligten Ersthelfer eine Herausforderung. Um im Ernstfall die Überlebenschance zu erhöhen, ist eine optimale Erste Hilfe unumgängliche. Deshalb entwickelte der Seniorenbund Bezirk Kirchdorf einen Notfallpass, mit dem Ziel die wichtigsten persönlichen Gesundheitsdaten in einem handlichen Format zu erfassen. In einer Größe, die immer in der Geldbörse mitgetragen werden kann. Insgesamt wurden von diesem Lebensretter bereits 70.000 Stück im ganzen Bundesland verteilt. „Den Notfallpass ist nur ein Instrument für Senioren sondern kann von jedem genutzt werden. Denn auch junge Menschen haben Vorerkrankungen oder müssen Medikamente einnehmen“, sagt Pühringer.

Aktivitäten im Bezirk

Mit seinen Aktivitäten, Veranstaltungen und organisierten Reisen bietet der Seniorenbund für alle Senioren ein ansprechendes Programm. Die nächsten Veranstaltungen des Seniorenbundes sind die Bezirksmeisterschaften im Kegeln beim Friedl Wirt in St. Roman am 18. April, die Bezirksmeisterschaft im Asphalt-Stockschießen findet am 11. Mai in Andorf statt.


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