Kriminalstatistik: Mehr Delikte, aber auch höhere Aufklärungsquote
BEZIRK SCHÄRDING. Im Bezirk Schärding ist die Gesamtkriminalität im letzten Jahr, wie auch in OÖ gesamt, um rund acht Prozent angestiegen. Die Polizei hat in Schärding im Jahr 2023 1.879 Gerichtsdelikte an die Staatsanwaltschaften angezeigt, das waren um 146 mehr als im Jahr zuvor.

Gleichzeitig ist aber auch die Aufklärungsquote der Delikte um 4,8 Prozent angestiegen, damit liegt die Aufklärungsquote auf Bezirksebene nun bei 62,1 Prozent. Das ist der fünfthöchste Wert in Oberösterreich. Das Bundesland OÖ hat eine der höchsten Aufklärungsquoten innerhalb der neun Bundesländer, für Österreich im Gesamten liegt der Wert bei „nur“ 52,3 Prozent. Der Bezirk Schärding zählt somit, trotz seiner Grenzlage, weiterhin zu einem der sichersten Bezirke in Österreich.
Generell ist wieder ein Anstieg bei Delikten gegen fremdes Vermögen oder auch bei Delikten gegen Leib und Leben zu verzeichnen. Im letzten Jahr wurden im Bezirk 67 Betretungs- und Annäherungsverbote ausgesprochen. Etwas zurückgegangen sind dagegen die Einbrüche in Wohnhäuser und Wohnungen, nämlich von 20 auf 15. Was das Thema Cybercrime angeht, ist es für die Polizei nach wie vor eine große Herausforderung, die Zahlen haben sich aber auf einem sehr hohen Niveau eingependelt. In diesem Deliktsbereich geht die Polizei aber auch nach wie vor von einer sehr hohen Dunkelziffer aus, was oft noch aus Schamgründen oder teils geringen Schadenshöhen resultiert.
Im Bezirk Schärding gibt es eine sehr große Zahl an ausgebildeten Cybercrime-Ermittlern. Aufgrund der Internationalität der Täterschaften stoßen die Beamten hier aber häufiger auch auf juristische Hürden, wenn es beispielsweise um Ermittlungen in afrikanischen oder asiatischen Ländern geht.


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