Kriminalstatistik: Schärding hat höchste Aufklärungsquote in ganz Oberösterreich
BEZIRK SCHÄRDING. Der Bezirk Schärding weist in der polizeilichen Anzeigenstatistik 2025 die höchste Aufklärungsquote in Oberösterreich auf. Mit 70,8 Prozent liegt er deutlich über dem Landeswert von 60,7 Prozent sowie dem österreichweiten Durchschnitt von 53,6 Prozent.

Insgesamt wurden im Jahr 2025 im Bezirk 1.858 Straftaten angezeigt. Das entspricht einem Anstieg von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bewegt sich jedoch im Bereich der üblichen Schwankungen. Zugleich konnte die Zahl der geklärten Fälle deutlich gesteigert werden: 1.316 Delikte wurden aufgeklärt, das ist ein Plus von 13,6 Prozent.
Damit setzt sich der Bezirk im Landesvergleich an die Spitze. Die positive Entwicklung führt die Bezirkspolizei unter anderem auf verstärkte Schulungen sowie den Ausbau von Aus- und Weiterbildungen zurück.
„Als Kriminaldienstreferent des Bezirks Schärding bin ich sehr stolz auf die hervorragende Leistung aller Mitarbeiter, die zu diesem hervorragenden Ergebnis beigetragen haben“, sagt Herbert Kirchberger, der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant. „Es lässt sich erkennen, dass regelmäßige Schulungen, sowie die Ermöglichung und Forcierung von Ausbildungen und Spezialisierungen von Polizeibeamten im Bezirk Schärding ihre Wirkung zeigen.“
Österreichweite Statistik
Österreichweit zeigt die Anzeigenstatistik ein differenziertes Bild. Die Gesamtzahl der Anzeigen stieg leicht auf 538.656 Fälle, während die Aufklärungsquote mit 53,6 Prozent ein hohes Niveau erreichte.
Innenminister Gerhard Karner erklärte dazu: „Die polizeiliche Anzeigenstatistik ist eine Richtschnur und ein Handlauf für die kriminalpolizeiliche Seite, die Sicherheitsbehörden sowie politische Verantwortliche, die entsprechenden Maßnahmen zu setzen. Je stärker der Fahndungsdruck, desto höher ist die Zahl der tatverdächtigen Handlungen, die ermittelt werden kann. Wir kriegen sie, wir zeigen sie an und wir schieben sie auch ab.“
Rückläufig ist die Eigentumskriminalität, die sich in den vergangenen 20 Jahren nahezu halbiert hat. Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser befinden sich auf einem historischen Tiefstand. Gleichzeitig steigt die Internetkriminalität. Hauptproblem ist hier der Online-Betrug.
Jugendkriminalität als Herausforderung
Eine Herausforderung stellt zudem die Jugendkriminalität dar. Vor allem bei Tatverdächtigen im Alter von zehn bis 14 Jahren ist laut dem Innenministerium in den vergangenen Jahren ein deutlicher Anstieg zu beobachten.
Die Schwerpunkte der Polizeiarbeit liegen daher weiterhin auf der Bekämpfung der Internetkriminalität, dem Ausbau internationaler Zusammenarbeit, gezielten Maßnahmen gegen Eigentumsdelikte sowie verstärkter Prävention. Ziel bleibt es, die Sicherheit nachhaltig zu gewährleisten und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung weiter zu stärken.


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