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ST. FLORIAN/INN. Beim Feuerwehrhaus der Löschgruppe Teufenbach in der Gemeinde St. Florian am Inn steht seit 18. Juli ein neuer öffentlich zugänglicher Defibrillator zur Verfügung. Das Gerät kann im Notfall rund um die Uhr kostenlos genutzt werden und soll bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand helfen, Leben zu retten.

  1 / 2   Beim Feuerwehrhaus Teufenbach hängt ab sofort ein Defibrillator. V. l.: St. Florians Bürgermeister Bernhard Brait, Jürgen Fischbauer, Roland Ziech (Ortsstellenleiter des Roten Kreuzes Schärding) und Projektleiter Dominik Ottino (Foto: FF St. Florian am Inn)

Die Idee für das Projekt entstand bereits vor rund zwei Jahren. Nun konnte sie umgesetzt werden – finanziert ausschließlich aus Eigenmitteln der Löschgruppe Teufenbach. Die rund 3.350 Euro für den Defibrillator wurden aus den Einnahmen des Feuerwehrfestes, der Haussammlung sowie durch freiwillige Spenden aufgebracht. Auch die Montage samt Elektroinstallation übernahmen Mitglieder der Feuerwehr. „Das ist kein Projekt von Einzelnen, das ist ein Projekt von uns allen“, betont Oberbrandinspektor Jürgen Fischbauer.

Gerät gibt Sprachanweisungen

Der Defibrillator ist in einem beheizten Außenschrank untergebracht und daher selbst im tiefsten Winter einsatzbereit. Das Gerät kann auch von Personen ohne Erste-Hilfe-Ausbildung verwendet werden. Es analysiert selbstständig den Herzrhythmus, gibt klare Sprachanweisungen und löst einen Stromstoß nur dann aus, wenn dieser medizinisch notwendig ist.  

Eine Fehlanwendung ist laut Hersteller ausgeschlossen. Geräte dieser Art haben in Oberösterreich bereits mehr als 500 Wiederbelebungen unterstützt.

Kurse werden angeboten

Mit der Inbetriebnahme ist das Vorhaben noch nicht abgeschlossen. In den kommenden Monaten werden die aktiven Mitglieder der Löschgruppe durch das Rote Kreuz Oberösterreich im Umgang mit dem Defibrillator geschult. Auch für die Bevölkerung sollen Kurse angeboten werden.

Das Interesse daran war beim diesjährigen Zeughausfest groß. „Die gesammelten Anmeldungen werden wir ans Rote Kreuz OÖ weitergeben und gemeinsam Kurstermine für die Bevölkerung organisieren“, erklärt der Projektverantwortliche Dominik Ottino.

Er betont: „Das Einzige, das man im Notfall falsch machen kann, ist nichts zu tun. Mit einem Defibrillator kann man ein Leben retten – und genau das ist der Gedanke hinter diesem Projekt.“


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