Stammzellenspende: 21-Jähriger aus Kopfing will zum zweiten Mal Lebensretter werden
KOPFING. Der 21-jährige Matthias Gumpinger aus Kopfing schenkte mit einer Stammzellenspende schon einmal einem Leukämiepatienten die Chance auf Leben. Jetzt bereitet er sich erneut auf eine Spende vor.

Matthias Gumpinger hat heuer maturiert, leistet derzeit seinen Zivildienst in der Werkstätte St. Pius in Peuerbach und plant anschließend ein Studium in Linz. Nebenbei spielt er Fußball in einem Verein. Außerdem steht für ihn jetzt erneut eine besondere Aufgabe an: Er wurde zum zweiten Mal als möglicher Stammzellenspender angefragt – und sagte wieder zu.
Für eine Spende registriert hatte sich Gumpinger schon während seiner Schulzeit an der HTL Grieskirchen bei „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich“. Dort wurde eine Typisierungsaktion organisiert, an der sich auch viele seiner Klassenkollegen beteiligten.
Ein einfacher Wangenabstrich genügte für die Registrierung. Typisieren lassen kann man sich ab 16 Jahren, eine Spende ist ab 18 möglich.
Die erste Spende
Als Gumpinger erstmals als Spender infrage kam, überraschte ihn zunächst vor allem der Aufwand. Nach der ersten Information besprach er die Entscheidung mit seinen Eltern, die ihn klar unterstützten. Auch für ihn war die Sache eindeutig: Eine Stammzellenspende kann Leben retten.
Vor der Spende werden beim Hausarzt Blutwerte überprüft. Es folgen ein Gespräch und eine Untersuchung in dem Krankenhaus, wo später auch die Entnahme stattfindet. Der Spender erhält vor dem Termin zudem mehrfach ein Medikament, das die Produktion der Stammzellen anregt.
Für seine erste Spende reiste Gumpinger nach Wien. Fahrt, Unterkunft, Verpflegung und auch Freizeitangebote für ihn und eine Begleitperson wurden übernommen. Die Entnahme selbst erfolgte über zwei Infusionsnadeln: Blut wird an einem Arm abgenommen, in einer Maschine werden die Stammzellen herausgefiltert, anschließend fließt das übrige Blut über den anderen Arm zurück in den Körper.
Positives Fazit
Nach der Spende zog er ein positives Fazit. „Ein bisschen Zeitaufwand steckt schon dahinter, aber mit so einer Spende kann tatsächlich ein Leben gerettet werden.“ Die Aufenthalte in Wien seien für ihn beinahe wie Urlaub gewesen – unterbrochen von der Spende.
Nach dem Eingriff sollte wegen einer vergrößerten Milz auf Sport verzichtet werden. Bei seiner ersten Spende hatte Gumpinger allerdings keine gesundheitlichen Einschränkungen. Für das laufende zweite Verfahren hofft der Fußballer nun, dass die Spende nach dem Ende der Saison stattfinden kann.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden