Simulierte Rebellion und Notstromversorgung: Raab übte für den Ernstfall
RAAB. Bei einer großangelegten Stromausfallübung in Raab trainierten die Gemeinde, die Feuerwehren Raab und Steinbruck-Bründl sowie der Bauhof das Verhalten im Ernstfall. Angenommen wurde, dass die Stromversorgung im Gemeindegebiet seit rund 24 Stunden unterbrochen war.

Um 8 Uhr begann die Stabsarbeit im Schulungsraum der Feuerwehr Steinbruck-Bründl. Der Stab beurteilte die Lage, legte notwendige Maßnahmen fest und teilte die Einsätze ein. Mit dabei waren auch Bürgermeisterin Agnes Reiter und Amtsleiterin Anja Wöcker.
Einsätze im Gemeindegebiet
Ab 8.45 Uhr arbeiteten die Einsatzmannschaften dann verschiedene Szenarien ab. Dazu gehörten eine in einem Lift eingeschlossene Person, ein Brandmeldealarm und ein Baum auf einer Straße. Auch die Pumpwerke der Abwasserversorgung und ein leerer Hochbehälter waren Teil der Übung. Die Einsatzkräfte mussten dabei die Wasserversorgung im Blick behalten.
Für die Mittel- und Volksschule wurde eine Notstromversorgung vorbereitet. Dort warteten im Übungsszenario rund 30 Personen auf Zuflucht. Auch die Notstromversorgung einer Tankstelle wurde geübt, um die Treibstoffversorgung für Einsatzorganisationen und kritische Infrastruktur sicherzustellen.
Simulierte Rebellion
Weitere Szenarien waren 20 Personen, die vor dem Gemeindeamt auf Informationen warteten, und sogar eine simulierte Rebellion an der Tankstelle. In einem Übungsszenario wurde in einer Garage zudem eine leblose Person aufgefunden, bei der eine Kohlenmonoxidvergiftung angenommen wurde.
Erkenntnisse zur Notstromversorgung
Um 11.15 Uhr hieß es, dass die Stromversorgung wiederhergestellt war. Anschließend besprachen der Stab und die Einsatzmannschaften den Ablauf der Übung.
Dabei zeigte sich unter anderem, dass unterschiedliche Steckerformen und -größen die Notstromversorgung erschweren können. Auch die Kommunikation wurde bei der Nachbesprechung thematisiert: Informationen und Rückmeldungen sollen möglichst einfach und verständlich weitergegeben werden, damit die Einsatzleitung über den Stand der Maßnahmen informiert ist. Die gewonnenen Erfahrungen bilden nun eine Grundlage, um die Krisenvorsorge in der Gemeinde weiterzuentwickeln.








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