Neues Versorgungszentrum für Schärding
Schärding. In den nächsten zehn Jahren steigt die Zahl der über 60-Jährigen in Oberösterreich um 27,4 Prozent auf 94.000 Menschen an. Darunter ist die Zunahme der Hochbetagten mit über 85 Jahren oder älter mit einem Plus von 34 Prozent besonders hoch.

Mit dem Älterwerden der Menschen braucht es gleichzeitig eine kompetente Gesundheitsversorgung. Landeshauptmann Josef Pühringer zieht über die letzten Jahre, die von Reformen und Investitionen im Gesundheitsbereich geprägt waren, Bilanz. Im Bezirk Schärding sorgen aktuell zehn Vertragsfachärzte, zwölf Wahlärzte und 33 Allgemeinmediziner für eine flächendeckende medizinische Versorgung.
Ein Hausärztlicher Notdienst (HÄND) wurde mit 1. Juli 2014 eingeführt. Dadurch ist auch außerhalb der Ordinationszeiten die Versorgung gesichert.
Das Krankenhaus Schärding sichere der Bevölkerung eine wohnortnahe und abgestufte medizinische und pflegerische Versorgung. Die neue und wirtschaftlich effiziente Krankenhausstruktur gewährleiste, laut Pühringer, allen Patienten eine umfassende Erst- und Notfallversorgung. Zur Kritik, dass es seit der Reform keine 24-Stunden-Versorgung in der Unfallambulanz gibt, entgegnet Ernst Rechberger, Ärztlicher Leiter am LKH: „Der Anteil jener Personen, die nachts die Unfallchirurgie aufsuchten, war verschwindend gering. Um auf die Kosten zu blicken, sind wir nun nachts nicht mehr da.“ Entgegen aller Kritik gäbe es keine Versorgungsengpässe in Schärding. Insgesamt wurden in den Krankenhausstandort Schärding von 2004 bis 2014 knapp 40,84 Millionen Euro investiert.
Neues Versorgungszentrum
Im Erdgeschoß des Schärdinger Krankenhauses soll demnächst ein „Primary Health Care“-Zentrum entstehen. Die Ziele sind eine mobile, wohnortnahe Gesundheitsförderung und Prävention sowie die rasche Behandlung bei akuten Erkrankungen und das optimale Krankheitsmanagement bei chronischen Erkrankungen. „Primary Health Care“ ist die direkt zugängliche, erste Kontaktstelle für Menschen mit gesundheitlichen Problemen, die dort eine Grundversorgung erhalten. Es werden Ärzte, Krankenschwestern und Therapeuten vor Ort sein, die sich um die Anliegen der Patienten kümmern. Die klassische Ambulanz im LKH bleibt weiterhin bestehen.


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