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RIED/KOPFING. Die Infrastruktur der SV Guntamatic Ried gehört zur besten, die Österreichs Fußball zu bieten hat. Thomas Gahleitner, Vizepräsident, Infrastrukturvorstand und Geschäftsführer von Gahleitner Installationen aus Kopfing, spricht im Interview mit Tips über künftige Investitionen.

Die Wenzel Schmidt Fußballakademie wird erweitert. (Foto: (c) 2022 Schröckelsberger Reinhard)
  1 / 2   Die Wenzel Schmidt Fußballakademie wird erweitert. (Foto: (c) 2022 Schröckelsberger Reinhard)

Tips: Herr Gahleitner, Ried investiert seit Jahren sehr viel Geld in die Infrastruktur. Eine bewusste Entscheidung?

Gahleitner: Ja. Wir wollen unseren Profis und Nachwuchsfußballern die bestmöglichen Arbeitsbedingungen bieten. Diese konnten wir zum Beispiel mit dem Bau des Trainingszentrums in den vergangenen Jahren definitiv steigern. Das spricht sich natürlich auch in Spielerkreisen herum. Die Fußballer wissen, dass sie in Ried perfekte Trainingsbedingungen vorfinden.

Tips: Welche baulichen Maßnahmen stehen in den kommenden Jahren auf dem Plan der SV Guntamatic Ried?

Gahleitner: Eines unserer größten Projekte ist die Erweiterung unserer Wenzel Schmidt Fußballakademie. Baubeginn ist für Ende 2022, Anfang 2023 vorgesehen. Dabei werden die Kabinen und die Fitnessräume modernisiert sowie erweitert. Damit wollen wir für unsere Nachwuchsfußballer noch bessere Rahmenbedingungen schaffen.

Tips: Die Fans der SV Ried warten seit Jahren auf ein neues Stadiondorf. Darüber wurde in der Vergangenheit sehr viel gesprochen, passiert ist jedoch nichts. Wie ist hier der Stand der Dinge?

Gahleitner: Es gibt bereits konkrete Pläne und Visualisierungen. Wir prüfen gerade die grundsätzliche Machbarkeit des Projektes. Ich rede hier nicht von einem großen Raum, wo sich die Fans treffen können.

Tips: Sondern?

Gahleitner: Ich will nicht zu viel verraten. Geplant ist der Bau eines Gebäudes direkt neben der josko Arena mit ausreichend Platz für unsere Fans, für Veranstaltungen sowie einem Fanshop mit Ticketverkauf und Geschäftsflächen für Sponsoren oder Partner. Ein Großprojekt im mehrstelligen Millionenbereich.

Tips: Wie schafft es die SV Guntamatic Ried immer wieder solche Projekte zu stemmen?

Gahleitner: Wir sind, glaube ich, neben Red Bull Salzburg, der einzige Verein der Bundesliga, der im Besitz eines eigenen Stadions, einer eigenen Akademie sowie eines modernen Trainingszentrums ist. Hier gehören wir zu den Vorzeigevereinen. Darauf können wir sehr stolz sein. Dies ist jedoch ein gewaltiger Kraftakt, den wir nur dank der Unterstützung unserer Partner, damit meine ich auch das Land Oberösterreich, sowie persönlichem Einsatz stemmen können.

Tips: Sie leiten eine Firma mit rund 130 Mitarbeitern und sind als Infrastruktur-Vorstand bei der SV Ried tätig. Wie schaffen Sie es, dies alles unter einen Hut zu bringen?

Gahleitner: Es ist wirklich ein enormer Zeitaufwand. Oft stoße ich an meine Grenzen. Aber da bin ich nicht der einzige bei uns im Verein. Wir müssen durch persönlichen Einsatz den finanziellen Rückstand gegenüber anderen Vereinen wettmachen. Das zeichnet uns aber aus. Wir jammern nicht, sondern handeln und sind aktiv.

Tips: Die josko-Arena ist mittlerweile knapp 20 Jahre alt. Ich kann mir vorstellen, dass hier auch bald wieder investiert werden muss?

Gahleitner: Ein Stadion ist wie ein Eigenheim, man muss immer wieder Geld investieren, um es zu erhalten. Vor allem wenn es in die Jahre kommt. Es gibt viele kleine Baustellen, die zum Teil erhebliche Kosten verursachen. 300.000 Euro sind da schnell mal weg. Bei der josko Arena kommen neben dem Alter auch immer wieder neue Vorgaben der Bundesliga sowie der UEFA dazu, die wir erfüllen müssen.

Tips: Die Zusammenarbeit zwischen der SV Ried und der Stadtgemeinde Ried war nicht immer gut. Gibt es hier Fortschritte?

Gahleitner: Zwischen uns und Bürgermeister Bernhard Zwielehner findet ein reger Austausch statt. Er unterstützt uns bei unseren Vorhaben. Dafür möchte ich ihm sehr danken. <


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