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MÜNZKIRCHEN/ST. ROMAN. Erst zwölf Jahre alt, kann der junge Radsportler Tobias Gerauer aus Münzkirchen schon auf beachtliche Erfolge im Radsport zurückblicken. Er startet für das team alpha aus St. Roman und hat heuer in überragender Manier den oö. Nachwuchs-Supercup in seiner Altersklasse U13 gewonnen. Zudem wurde er auch in den Sichtungskader des OÖ. Radsportverbands aufgenommen. Tips hat in Erfahrung gebracht, was die Rad-Nachwuchshoffnung im wahrsten Sinne des Wortes antreibt.

Nach einem erfolgreichen Jahr 2023 hat Radsporttalent Tobias Gerauer gut lachen. (Foto: teamalpha)
  1 / 4   Nach einem erfolgreichen Jahr 2023 hat Radsporttalent Tobias Gerauer gut lachen. (Foto: teamalpha)

Seit 2021 ist Tobias Teil des team alpha, zum Radsport gekommen ist er durch einen glücklichen Zufall: „Ich bin immer schon gerne Rad gefahren, andere Sportarten haben mir zwar gefallen aber mich nie so richtig begeistert.“ Von den Erfolgen des team alpha war der Zwölfjährige immer schon beeindruckt und als der Verein dann eine Jugendmannschaft gründete, kurz nachdem er seinen Radführerschein in der Tasche hatte, hat das eine das andere ergeben.

Am bestem gefällt ihm, dass er durch das Training merkt, wie er immer besser und schneller wird. „Radsport ist auch Teamsport und das gemeinsame Training in unserer Jugendmannschaft macht viel Spaß. Bei den Rennen ist es natürlich besonders cool sich mit den anderen in der Altersklasse zu messen und dort auch neue Bekanntschaften und Freunde zu finden“, so der junge Münzkirchner. Einen tollen Erfolg konnte er auch zuletzt wieder verbuchen, denn er wurde in den OÖ-Sichtungskader mit aufgenommen und darf auch mit dem Kader zu den Rennen fahren. Die Trainings des Sichtungskaders finden meist im Zentralraum, in Wels oder Linz statt. Wenn er sich zwischen Rennrad und Mountainbike entscheiden müsste, dann würde er ganz klar das Straßenrad bevorzugen

Spagat zwischen Sport und Schule

Neben dem Radsport ist der Zwölfjährige auch noch in der Jugendgruppe der Feuerwehr Schießdorf aktiv und spielt in Münzkirchen im Volleyballverein. Zur Schule geht Tobias in Schärding auf das Gymnasium, der Spagat zwischen Training und Schule gelingt ihm dabei mal mehr, mal weniger gut. „Aber durch den Sport kann ich gut abschalten und mich dann wieder auf die Schule konzentrieren. Durch den regelmäßigen Sport kann ich mir vieles besser merken und manchmal kombiniere ich auch einfach Training und Lernen, indem ich zum Beispiel Englisch-Vokabeln auf dem Rollentrainer lerne.“ Im Verein kann Tobias bei seiner Entwicklung auch auf die Unterstützung von erfahrenen Athleten und Trainern zurückblicken. Sie gingen selbst schon bei Monumenten wie etwa dem Race Across America oder dem Race Around Austria an den Start. Dort möchte Tobias auch gerne einmal hinkommen. Das Jugendtraining findet fix einmal pro Woche statt, darüber hinaus werden via Whats App noch weitere Trainings mit oder ohne Trainer vereinbart. „Meine Trainer fördern mich, zeigen mir viel und fahren mit mir zu den Rennen.“

Fünf mal Training pro Woche

Rund fünfmal die Woche trainiert der junge Münzkirchner auf dem Rad, je nachdem wie es der Schulalltag zulässt, ginge es nach ihm selbst, würde er aber am liebsten jeden Tag im Sattel sitzen. Am liebsten trainiert er mit seinem Trainings-Buddy Jakob und seinen Trainern. Bei seiner jungen Radsportkarriere, die im vergangenen Jahr mit dem ersten Rennen begann, kann er immer auf die Unterstützung seiner Eltern zählen. „Sie sagen aber auch, wenn ich keine Lust mehr zum Radfahren habe, dann soll ich das Fahrrad einfach in die Ecke stellen. Und das finde ich besonders cool, weil ich selbst entscheiden kann, was mir Spaß macht und sie mich unterstützen.“

Idole und Vorbilder

Die größten Vorbilder sind für Tobias nicht die etwa Profis und Weltstars, sondern seine Trainer vom team alpha, die es neben der Arbeit und ohne weltbekannten Sponsoren geschafft haben, tolle Erfolge zu feiern. „Aber natürlich schaue ich auch zu Superstars wie etwa Felix Gall oder Tadej Pogačar hoch. Über ein Autogramm von Felix Gall beim Welser Innenstadtkriterium habe ich mich besonders gefreut“, so der Zwölfjährige.

Als seinen bislang größtes Erfolg bezeichnet er den OÖ. Supercup in der Klasse U13, aber auch der Sieg in seiner Altersklasse beim erstmalig ausgetragenen Heimrennen, dem Sauwald Giro, war etwas besonderes für ihn. Lustige und kuriose Randnotiz, Redakteur Alexander Kobler und Tobias Gerauer, belegte im Gesamtklassement die Plätze 60 und 61.

Ziele für Saison 2024

Für die neue Saison steht für Tobias der Sprung in die nächsthöhere Altersklasse, die U15 an, wo er mit seinen 12 Jahren erstmal zu den Allerjüngsten zählt. Daher wird die Jagd nach Spitzen- oder sogar Stockerlplätzen erstmal knifflig werden. „Ich hoffe es werden wieder viele spannende Rennen mit coolen Leuten. Auf jeden Fall will ich auch wieder beim Sauwald Giro am Start stehen.“ Dann könnte es auch wieder zum Duell von Redakteur und Nachwuchshoffnung kommen.


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