Schardenberger Caspar Nagel radelte mit 13 über die Alpen
SCHARDENBERG. Caspar Finn Nagel aus Schardenberg begab sich mit 13 Jahren schon auf große Abenteuer. Gemeinsam mit seinem Vater überquerte er etwa mit dem Rad die Alpen und fuhr bis zum Gardasee. Sein großes Ziel: Profi zu werden.

Das Rennrad seines Vaters weckte bei Caspar die Begeisterung für den Radsport. „Das Fahren hat mir so gut gefallen, dass wir einfach immer weitere Touren gefahren sind“, erzählt er. Dabei macht für ihn nicht nur die Bewegung in der Natur den großen Reiz aus, sondern auch, dass man aus dem Radfahren ein ganz großes Ziel machen kann.
Schon mit zwölf Jahren legte Caspar an einem Tag 150 Kilometer nach Regensburg zurück. Weitere Touren führten ihn nach Linz, in den Bayerischen Wald und an den Attersee, wobei er 900 Höhenmeter bewältigte. Daraus entstand der Wunsch, mit dem Gravelbike über die Alpen an den Gardasee zu fahren – und das ohne Motorunterstützung.
Intensive Vorbereitung
Zur Vorbereitung unternahm er mit seinem Vater längere Fahrten. Bei einer Tour nach Linz und zurück kamen durch einen zusätzlichen Umweg 200 Kilometer zusammen. Von Passau nach Wien bewältigten sie 311 Kilometer in 15 Stunden. Auch nach München und Krumau fuhren die beiden. Außerdem trainierte Caspar während der Ferien mittwochs beim Jugendtraining des Radsportvereins Passau und fuhr regelmäßig allein.
Die Fahrt über die Alpen
Die Strecke von München an den Gardasee, 420 Kilometer und 2.890 Höhenmeter, bewältigte er schließlich in drei Tagen. Besonders in Erinnerung blieben ihm dabei der erste geschaffte Pass und die Ankunft am höchsten Punkt der Tour.
An einem Tag nach Wien
Nach der Rückkehr planten Vater und Sohn bereits die nächste Herausforderung: von Schardenberg an einem Tag nach Wien. Im September starteten sie um vier Uhr morgens und erreichten um 22.15 Uhr den Stephansdom. Rund 320 Kilometer und 15 Stunden im Sattel lagen hinter ihnen.
Caspar hat bereits große nächste Ziele. Er möchte 100 Kilometer in weniger als vier Stunden und auch andere Touren noch schneller fahren. Mit seinem Vorbild, dem slowenischen Radrennfahrer Tadej Pogacar, vor Augen, möchte auch er langfristig selbst Radprofi werden.








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