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Schärdinger müssen 68 Prozent mehr für Drogerieartikel ausgeben
Schärding/Passau. Gerade einmal 19 Kilometer trennen die Stadt Schärding von der Stadt Passau. Wird jedoch die Preisgestaltung von Drogerieartikeln in diesen beiden Orten betrachtet, scheint es, als würden dazwischen Welten liegen. Laut einem AK-Test kosten österreichische Drogerieprodukte im Durchschnitt um 48,2 Prozent mehr als in Deutschland.

Von diesem berühmten „Österreich-Aufschlag“ wollte sich SPÖ-Klubvorsitzender Christian Makor persönlich überzeugen und verglich mehrere Artikel in einem Schärdinger sowie einem Passauer Drogeriemarkt. „Die Handelsketten finden für den ungerechten Österreich-Aufschlag zum Teil fragwürdige Begründungen. Diese reichen von der dünnen Besiedelung bis hin zur Vielzahl an Filialen, für die offenbar auch die Konsumenten verantwortlich sind. Solange aber die betriebswirtschaftlichen Kalkulationen nicht offengelegt werden, besteht der Verdacht, dass in Österreich die Gewinnspannen bei den gleichen Drogerie-Produkten deutlich höher als in Deutschland sind“, stellt Makor klar. Bei dem Test wurden neun Produkte ausgewählt – mit einem eindeutigen Ergebnis. Der durchschnittliche Preisunterschied ergab 68,7 Prozent. Kein Produkt war in Österreich billiger. Die Teuerung belief sich zwischen 8,7 Prozent bei Babynahrung bis hin zu einem Aufschlag von 142,9 Prozent bei einer Seife. Makor appelliert die Preise und den „Österreich-Aufschlag“ strenger zu kontrollieren: „Wenn es keinen Grund für die Preisunterschiede gibt, gehört gehandelt. Es widerspricht dem Markt, die Preise so willkürlich zu gestalten.“


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