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„Wir müssen helfen“ - Grüne informieren über die aktuelle Flüchtlingssituation im Bezirk Schärding

Alexandra Dick, 17.07.2015 11:00

Schärding. „Wir haben die moralische Verpflichtung zu helfen, wir müssen etwas tun“, sagt Veronika Hintermair, Bezirkssprecherin der Grünen Schärding, und weist auf die Genfer Flüchtlingskonvention aus dem Jahr 1951 hin, die Österreich verpflichtet zu helfen.

Grünen-Bezirkssprecherin Veronika Hintermair und Flüchtlingsbetreuer Thomas Huemer informieren über die aktuelle Flüchtlingssituation im Bezirk.

Kriege, Verfolgung bis hin zu Morden – Abertausende begeben sich auf die Flucht. Mit der österreichweiten Kampagne „Heimat bist du großer Herzen“ wollen die Grünen ein Zeichen für Menschlichkeit setzen und die Menschen, Gemeinden und Initiativen vor den Vorhang holen, die sich vorbildlich um die Hilfesuchenden kümmern. „Hinter all den politischen Debatten wird leider vergessen, dass es sehr viele Oberösterreicher gibt, die helfen wollen und das auch tun – auch im Bezirk Schärding“, stellt die Grünen-Bezirkssprecherin Veronika Hintermair fest. Derzeit sind in den Schärdinger Gemeinden Sigharting, Schärding, Wernstein, Vichtenstein und Engelhartszell insgesamt 203 Flüchtlinge untergebracht. Noch im Juli ist die Aufnahme von 15 Personen in Wesenufer geplant, im August sollen 15 Flüchtlinge nach Münzkirchen kommen. Die meisten Asylsuchenden in den Unterkünften der Caritas kommen derzeit aus Syrien, Afghanistan und Russland.“Die Aufnahme und Betreuung funktioniert im Bezirk Schärding weitgehend sehr gut. NGOs und ehrenamtlich Engagierte retten derzeit das Ansehen Österreichs“, stellt Hintermair fest, „die Ehrenamtlichen Helfer in Flüchtlingsbetreuung brauchen wesentlich mehr Unterstützung. Deutschkurse müssen vom Bund finanziert, Asylwerber besser integriert werden.“ „Würde jede Gemeinde in Österreich eine schutzsuchende Familie aufnehmen, gäbe es keine Zeltstädte“, so Hintermair. Schon seit Monaten fordern die Grünen in Oberösterreich den Abbau der Zeltlager und die Einrichtung menschenwürdiger Quartiere. „Das ist möglich, weil eine ganze Reihe öffentlicher Gebäude leer steht“, so Hintermair. Der Beschluss des Oberösterreichischen Unterbringungs-Sicherstellungsgesetzes im Landtag soll die raschere Unterbringung von hilfs- und schutzbedürftigen Menschen erleichtern.Bei seiner täglichen Arbeit mit 36 minderjährigen Flüchtlingen aus Afghanistan sieht Flüchtlingsbetreuer Thomas Huemer aus St. Willibald, wie groß ihre Motivation ist, in Österreich Fuß zu fassen, um auch arbeiten gehen zu dürfen. Bei Asylverfahren, die mehrere Jahre dauern, ist es für ihn allerdings nicht verwunderlich, dass manche irgendwann die Perspektive verlieren.Nicht alle bleibenSeit 1945 kamen mehr als zwei Millionen Flüchtlinge nach Österreich, geblieben sind 700.000. „Auch jetzt werden nicht alle bleiben“, gibt Hintermair zu bedenken.


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