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Bezirk Schärding. Beratung und Vertretung in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten sind das Kerngeschäft der Arbeiterkammer (AK) Schärding.

AK-Rechtsexperte Manuel Stockinger, Julia Lehner-Fischer und AK-Bezirksstellenleiter Wolfgang Schwarz

Im ersten Halbjahr wandten sich 2399 Beschäftigte mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen an die AK, der überwiegende Teil davon telefonisch. Durch außergerichtliche Interventionen und auf dem Gerichtsweg hat die AK Schärding in den ersten sechs Monaten des Jahres knapp 180.000 Euro an vorenthaltenem Entgelt einbracht. Dabei ging es hauptsächlich um offene Löhne und Gehälter, aber auch um Sonderzahlungen, Überstunden und Abfertigungen. Hauptthema in der Beratung ist aber die systematische Unterentlohnung. „Solche dauerhaften Unterentlohnungen können schwerwiegende Folgen für die Arbeitnehmer haben. Das geht so weit, dass der Überziehungsrahmen bei der Bank ausgereizt wird, bis die Bank kein Geld mehr zur Verfügung stellt, und damit einhergehend das Problem, wie können noch die Miete oder Lebensmittel bezahlt werden“, erklärt AK-Rechtsexperte Manuel Stockinger. Positiv beurteilt AK-Bezirksstellenleiter Wolfgang Schwarz die Funktion der Betriebsräte in den Unternehmen. „Wo es Betriebsräte gibt, haben wir kaum Fälle, da viele Probleme bereits im Vorfeld gelöst werden können.“ Stark einsetzen will sich die Arbeiterkammer gegen die Verfallsfristen. Oftmals verfallen Ansprüche nach wenigen Monaten. Diese kurzen Fristen führen dazu, dass Beschäftigte kein Geld verlieren, obwohl sie dafür gearbeitet haben. Fälle, in denen Menschen jahrelang unterentlohnt werden, aber aufgrund der kollektivvertraglichen Bestimmungen nur drei Monate nachbezahlt bekommen, seien laut AK keine Seltenheit. Die AK fordert daher die Abschaffung dieser Verfallsfristen.


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