Wirtschaftspark weiter in Kritik
BEZIRK SCHÄRDING. Während kürzlich der Gemeindeverband „Interkommunale Betriebsansiedelung Bezirk Schärding“ gegründet wurde und somit die Umsetzung des Wirtschaftsparks Innviertel auf gutem Weg sei, wie Wirtschaftslandesrat Michael Strugl betont, wird das Projekt von anderer Seite weiter kritisiert.

„Der [...“ Wirtschaftspark kann die hoch gesteckten Erwartungen bisher nicht erfüllen“, stellt SPÖ-Bundesrat Werner Stadler fest. Ziel des Zusammenschlusses von 2/3 der Gemeinden des Bezirks war Firmen ins Innviertel zu holen. Das Ergebnis nach über einem halben Jahr sei ernüchternd. „Unsere Zweifel haben sich bisher leider bestätigt. Alles, was der Wirtschaftspark bis jetzt vorweisen kann, ist eine konstituierende Sitzung. Und das ist zu wenig“, kommentiert Stadler die Tatsache, dass sich bis jetzt keine Firmen im „neuen Wirtschaftspark Innviertel“ angesiedelt haben. Die ÖVP hätte laut Stadler den Wirtschaftspark als Zukunftsmodell hochgelobt und hohe Erwartungen geweckt. „Die Zeit läuft und die Firmen und damit verbundene Arbeitsplätze bleiben aus“, ist Stadler mehr als unzufrieden. Wie es funktioniert einen vorhandenen Gewerbepark zu beleben, zeige, laut Stadler, SPÖ- Bürgermeister Franz Hochegger in seiner Gemeinde Enzenkirchen vor. Trotz Nichtbeteiligung beim Wirtschaftspark wäre es gelungen neue Firmen nach Enzenkirchen zu holen.
Den Vorwürfen seitens der SPÖ begegnet Johann Hingsamer mit Unverständnis und verweist auf die bisherige Arbeit im Zuge des Projekts. „Man ist nach einem halben Jahr noch immer der Meinung, dass die Entscheidung richtig war. Die Gründungsversammlung erfolgte am 1. September, die Geschäftsführung kann jetzt aktiv werden. Es ist richtig, dass Enzenkirchen sehr günstige Betriebsbauflächen hat und auch Ansiedelungen verzeichnen kann. Das gibt und gab es auch in anderen Gemeinden. Auch Mitgliedsgemeinden im Wirtschaftspark bewerben Flächen unter zwei Hektar Betriebsbaugebiet selber und konnten Betriebe ansiedeln, so wie in Enzenkirchen auch. Der Wirtschaftspark bewirbt Flächen ab zwei Hektar. Somit ist der Vergleich nicht richtig.“
Die Gemeinden im Bezirk Schärding bemühen sich im Wirtschaftspark solidarisch um größere Gewerbegebiete um das Standortmarketing. Mittel- und langfristig ist der Weg des gemeinsamen Marketings und der Aufteilung der Kommunalsteuer der richtige und bedeutet auch Solidarität unter den Gemeinden, sagt Johann Hingsamer und stellt klar: „Die SPÖ ist eingeladen mitzuarbeiten. Noch einmal, der Wirtschaftspark hat am 1. September die Arbeit aufgenommen.“


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