Landtagswahl 2021: Die Schärdinger Spitzenkandidaten standen Tips Rede und Antwort

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Elena Auinger Elena Auinger, Tips Redaktion, 21.09.2021 14:11 Uhr

BEZIRK SCHÄRDING. Am 26. September finden neben Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen auch Landtagswahlen statt. Tips bat die Spitzenkandidaten des Bezirkes der vier Parteien, nämlich Barbara Tausch (ÖVP) aus Freinberg, Hermann Brückl (FPÖ) aus Andorf, Karl Walch (SPÖ) aus Wernstein am Inn und Sarah Birn (Die Grünen) aus Brunnenthal zum Kurz-Interview zu Fragen rund um die Zukunft des Bezirks, Umwelt- und Klimaschutz, Corona-Maßnahmen und persönliche Anliegen für den Bezirk.

Tips: Was ist für Sie thematisch das Nummer-eins-Zukunftsthema der nächsten sechs Jahre im Bezirk Schärding und warum ist gerade das so wichtig?

Barbara Tausch (ÖVP): Grundsätzlich geht es mir um die Stärkung der Lebensqualität unseres Bezirkes, mit dem Wichtigsten in erreichbarer Nähe, wie Arbeit, Ausbildung, Gesundheits- und Nahversorgung, zeitgemäße Infrastruktur, funktionierende Sozialbeziehungen und eine intakte Natur.

Hermann Brückl (FPÖ): Die Politik muss die Lebensqualität in der Region erhalten und gleichzeitig die sozialen Schäden, die durch die Regierungsmaßnahmen entstanden sind, beseitigen. Das Leben muss leistbar bleiben und die Spaltung der Gesellschaft beendet werden.

Karl Walch (SPÖ): Die Arbeitswelt verändert sich ständig und ist aktuelles und Zukunftsthema Nummer eins. Es gilt Arbeitsplätze zu erhalten und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Es gilt die Möglichkeiten für junge Menschen zu verbessern und die Wirtschaft im Bezirk zu stärken.

Sarah Birn (Die Grünen): Zukunftsthema schlechthin ist natürlich ein wirksamer Klimaschutz, egal, wo auf der Welt wir uns befinden. Wenn das Klima nicht mehr mitspielt, werden alle anderen gesellschaftlichen Probleme nachrangig, denn dann ist unsere blanke Existenz bedroht.

Tips: Mit welchen Maßnahmen lässt sich das Nachhaltigkeits-, Umwelt- und Klimaschutzbewusstsein mit einer auch künftig „gesunden“ Wirtschafts-, Verkehrs- und Standortentwicklung in Oberösterreich verbinden?

Barbara Tausch (ÖVP): Oberste Devise ist Klimaschutz mit Hausverstand. Also Anreize schaffen, statt zu bestrafen. Gesunde Mobilität erfordert eine Kombination von Straße, Schiene und Internet – mit Breitbandversorgung, Zubringer zu Öffis und notwendigen Straßensanierungen.

Hermann Brückl (FPÖ): Das geht nur mit einer Umweltpolitik, die mit Herz und Hausverstand betrieben wird. Alternative Energieformen müssen zwar gefördert werden. Aber auch die Wirtschaft muss leben können. Denn die Menschen brauchen beides: Arbeit und eine intakte Umwelt.

Karl Walch (SPÖ): Wir schaffen neue Arbeitsplätze, die gut für die Umwelt und das Klima sind. Arbeitsplätze für Menschen, die sich mit erneuerbarer Energie beschäftigen. Und wir brauchen mehr nachhaltige Betriebe, die gut sind für die Wirtschaft und das Klima.

Sarah Birn (Die Grünen): Wir müssen in Green Jobs investieren, in nachhaltige neue Technologien, z.B. Start-Ups in diesem Bereich fördern, und den öffentlichen Verkehr so stark ausbauen, dass er für die große Mehrheit der Leute eine echte Alternative zum Auto darstellt.

Tips: Corona ist noch nicht vorbei, im Herbst und Winter gilt es trotz steigender Infektionszahlen, erneute Schließungen zu vermeiden und auch die Schulen offen zu halten. Mit welchen Maßnahmen kann das gelingen? Wo liegen die No-Gos?

Barbara Tausch (ÖVP): Bedenklich ist, wie leichtsinnig die Pandemie für parteipolitische Zwecke missbraucht wurde, geht es doch um unsere Gesundheit. Impfen bleibt der wirkungsvollste Schutz. Dazu braucht es Unparteilichkeit, mit sachlicher Aufklärung und bürgernahen Angeboten.

Hermann Brückl (FPÖ): Wir haben bereits im Vorjahr ein Sicherheitsmodell für Schulen vorgelegt. Entwickelt an einer Universität in München ermöglicht es Kindern Unterricht ohne Zwang und Druck. Die Zwangsimpfung von Kindern sowie Schulschließungen sind für uns undenkbar.

Karl Walch (SPÖ): Die Regierung hat den Sommer verschlafen und die Impfkam­pagne versemmelt. Es braucht eine ordentliche Impfoffensive und den angekündigten Stufenplan. Und nie wieder die Schulen schließen, denn die Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen sind alarmierend.

Sarah Birn (Die Grünen): Die erfolgversprechendste Maßnahme ist die Corona-Schutzimpfung. Hier gilt es auch noch die Zweifelnden zu erreichen, um auch diejenigen zu schützen, die sich (noch) nicht impfen lassen können. Die eigene Impfung ist auch ein Zeichen der Solidarität.

Tips: Was ist Ihr persönliches Hauptanliegen für den Bezirk Schärding?

Barbara Tausch (ÖVP): Meine Anliegen sind lebenswerte Gemeinden, mit einem bedarfsgerechten, flexiblen Kinder- und Altenbetreuungs-Angebot, Breitbandversorgung in jedes Haus, intakte und attraktive Verkehrsverbindungen und die Sicherung einer ordentlichen Gesundheitsversorgung im Bezirk.

Hermann Brückl (FPÖ): Politik muss dafür sorgen, dass unsere Heimat so lebens- und liebenswert bleibt, wie bisher. Dazu braucht es Investitionen in die Infrastruktur, in die Sicherheit und einen vernünftigen Umgang mit unserer Umwelt. Das geht nur mit uns Freiheitlichen.

Karl Walch (SPÖ): Das Wichtigste: Arbeitsplätze sichern und schaffen. Wir sichern ab, dass niemand im Wandel des Arbeitsmarktes die Existenz verliert. Es braucht ein Einkommen zum Auskommen. Punkt. Das ist mir auch als Gewerkschaftsmitglied wichtig.

Sarah Birn (Die Grünen): Alle Gemeinden sollen sich sowohl an die Klimaveränderungen anpassen als auch so schnell wie möglich klimaneutral werden, damit wir alle unseren Beitrag zu einer l(i)ebenswerten Zukunft leisten können. Dafür müssen wir uns auf allen Ebenen einsetzen.

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