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BEZIRK. Die Ernergie- und Lebenmittelpreise steigen seit Monaten. Sollte dem nicht entgegengewirkt werden, dann könnten laut Karl Walch (SPÖ) und Hermann Brückl FPÖ) viele Österreicher in die Armut abrutschen.

Viele Österreicher stehen vor schweren finanziellen Hürden. (Foto: Erwin Wodicka)
Viele Österreicher stehen vor schweren finanziellen Hürden. (Foto: Erwin Wodicka)

Die Preissteigerungen sind seit Wochen nicht aufzuhalten. Egal ob Lebensmittel- oder Energiepreise, alles wird teurer. Die Bundesregierung hat ein 50 Milliarden schweres Anti-Teuerungspaket beschlossen, das den Preissteigerungen entgegenwirken und den Österreichern unter die Arme greifen soll. Wöginger: Können nicht alles abfedern „Die Inflation ist so hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr. Uns ist es wohl bewusst, dass viele jetzt den Gürtel enger schnallen müssen. Alles werden wir nicht abfedern können, aber zumindest einen Teil der Mehrkosten“, informiert ÖVP-Klubobmann August Wöginger. Damit meint der Sighartinger Einmalzahlungen, die ausgeschüttet wurden und in Zukunft noch ausbezahlt werden.

Einmalzahlungen Tropfen auf dem heißen Stein

Laut Karl Walch, Bezirkschef der SPÖ des Bezirks Schärding, sind die Einmalzahlungen ein Tropfen auf dem heißen Stein. „Die Zahlungen sind schon verpufft, bevor sie beschlossen wurden. Das ist kein Anti-Teuerungspaket, weil nichts gegen die Teuerung und die Inflation unternommen wird. Auch die ungerechtfertigten Milliarden-Übergewinne der Profiteure, der Energiekonzerne, werden nicht abgeschöpft – während viele Menschen nicht wissen, wie sie ihre Strom- oder Gasrechnung oder den täglichen Lebensmitteleinkauf bezahlen sollen“, informiert Walch.

Brückl will Preisdeckel für Energiepreise

Hermann Brückl. FPÖ-Nationalratsabgeordneter und Schärdings Bezirkschef der Freiheitlichen, fordert unter anderem einen Preisdeckel bei den Energiepreisen. „Wir Freiheitliche haben bereits vor Monaten einen Stopp der Kostenlawine und wirksame Maßnahmen von der Regierung gefordert. Mittlerweile rät sogar der Wifi-Teuerungsexperte Josef Baumgartner zu den FPÖ- Vorschlägen. Österreich braucht einen Preisdeckel bei den Energiepreisen, eine Übergewinnabschöpfung bei den Energieanbietern, eine Halbierung der Mehrwertsteuer bei Grundnahrungsmitteln, Gas, Strom und Mineralölsteuer, eine gänzliche Streichung der für den Herbst angekündigten CO2-Abgabe, eine deutliche Senkung der Lohnnebenkosten sowie signifikante Lohnerhöhungen“, berichtet Brückl, für den das Ende der Sanktionen gegen Russland Abhilfe schaffen könnte. „Die Sanktionen bewirken nichts, in Moskau herrscht normaler Alltag, Russland liefert mittlerweile Gas in Unmengen nach China und Indien.“

Armut könnte zunehmen

Vom Entlastungspaket der Regierung ist Brückl wenig beeindruckt. „Das versprochene Milliardenpaket kommt in vielen Bereichen nicht bei den Menschen an. Wer an sein Geld kommen will, muss sich mit einem komplizierten Verfahren herumschlagen oder sieht sich mit einem enormen Bürokratieaufwand konfrontiert. Bestes Beispiel ist der sogenannte Energiegutschein, bei dem sich niemand mehr auskennt.“ Sollte den Teuerungen nicht bald entgegengewirkt werden, dann könnten laut Walch viele Österreicher in die Armut abrutschen. „Pensionisten, Alleinerziehende, Arbeitslose, kinderreiche Familien und Junge leiden besonders unter den Teuerungen. Wenn nicht mit einem großen Wurf gegengesteuert wird, dann wird die Armut weiter zunehmen. Die Teuerungskrise ist mittlerweile tief in der Mittelschicht angekommen. Das Problem muss daher an der Wurzel gepackt werden: niedrigere Preise dämpfen die Inflation.“

Situation für viele Menschen existenzbedrohend

Walch berichtet weiters, dass sogar Experten davon ausgehen, dass die Inflation in den zweistelligen Bereich ansteigen könnte. Dies könnte dazu führen, dass viele Privatpersonen Insolvenz anmelden müssen. „Die österreichische Schuldenberatung warnt, dass die Teuerung für immer mehr Menschen akut existenzbedrohend ist. NGO wie der Samariterbund stellen bereits einen rapiden Anstieg der Sozialmarkt-Kunden fest. Allein seit Jahresanfang gibt es hier einen Zuwachs um mehr als 30 Prozent“, meint Walch.


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