Samstag 25. Mai 2024
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SCHÄRDING. Von herausragenden Zufriedenheitswerten für die Abfallsammelzentren (ASZ) im Bezirk Schärding berichtet der Bezirksabfallverband (BAV). Nicht nur das Einwegpfand wird zukünftig Veränderungen bringen. Der BAV fasst für noch mehr Kundenzufriedenheit zusätzliche Öffnungszeiten in den frühen Abendstunden ins Auge.

Roland Wohlmuth (l.) und Walter Köstlinger, BAV Schärding (Foto: Tips/Wagnermaier)
photo_library Roland Wohlmuth (l.) und Walter Köstlinger, BAV Schärding (Foto: Tips/Wagnermaier)

Ab 2025 werden alle PET-Flaschen und Metalldosen von 0,1 bis 3 Liter* Füllmenge bepfandet, informiert BAV-Vorsitzender Roland Wohlmuth. Das Einwegpfand soll ab 1. 1. 2025 mit einem Jahr Übergangszeit Schritt für Schritt eingeführt werden. Somit können die Verpackungen bestmöglich dem Recycling zugeführt werden. Gerade Getränkedosen und Flaschen machten ja bislang einen Großteil jener Abfälle aus, die bei Flurreinigungs-Aktionen aufgesammelt werden, weiß Wohlmuth.

Keine öffentlichen Metallverpackungscontainer mehr

Metall- und PET-Behälter, für die Pfand gezahlt wurde, können ab Anfang 2025 an den entsprechenden Rücknahmestellen retourniert werden. Metall- wie Kunststoffverpackungen ohne Pfand werden dann im Gelben Sack gemeinsam gesammelt. Die öffentlichen Metallverpackungscontainer werden aufgelassen, wissen Wohlmuth und Köstlinger. Für den BAV bedeutet das auch einen Rückgang von Einnahmen. „Wir verlieren einiges an Geld“, erklärt Verbandssekretär Walter Köstlinger. Allein bei den bepfandeten PET- und Metalldosen rechnet der ASZ-Experte mit einem Einnahmen-Minus von 45.000 bis 50.000 Euro. Dafür gäbe es allerdings auch Einsparungen.

ASZ-Schließungen werde es nicht geben, verspricht Wohlmuth, der auch dem Landesverband vorsitzt. Oberösterreichweit rechnet er mit Einbußen von 600.000 Euro. Ab 2025 werde der Gelbe Sack in allen Bezirken ausgerollt, informiert Wohlmuth. Was bis dato verboten war: Auch Hunde- und Katzenfutter-Behältnisse dürfen dann in den Gelben Sack. Sie können - wie nicht bepfandete Aludosen und Kunststoffbecher allerdings auch weiterhin in die ASZ gebracht werden.

Bestwerte bei der Kundenzufriedenheit

„So viel Zufriedenheit, das gibt's nicht gleich wo“ sei die FH OÖ-Professorin Franziska Cecon, unter deren Ägide die Befragung von ASZ-Kunden lief, von den Schärdinger Werten beeindruckt gewesen, berichtet Köstlinger. 99,2 Prozent der Befragungsteilnehmer sind mit den acht ASZ des Bezirks zufrieden, mehr als 77 Prozent sogar sehr zufrieden. Und: Der Vergleich mit Oberösterreich macht sicher: Die Bewertungen für die ASZ im Schärdinger Bezirk sind bei Erreichbarkeit, Sammelhilfen und Bequemlichkeit der Abgabemöglichkeiten immer - und teilweise um ein gutes Stück - besser als der OÖ-Schnitt.

„Wollen noch kundenfreundlicher werden“

Statt Einschränkungen verspricht Wohlmuth Optimierungen. Mit einer Ausdehnung der Öffnungszeiten auf die frühen Abendstunden könnte es für die ASZ-Kunden noch bequemer werden, Altstoffe ins ASZ zu bringen. Das überlegen die Verantwortlichen derzeit. Das Wichtigste sei: Getrennte Abfälle sind ein individueller Beitrag zum Umweltschutz, so Wohlmuth. Und es gäbe noch Potenzial: Auch wenn die Bevölkerung im Schärding Bezirk bereits verantwortlich mit Abfällen umgeht: „Leider sind immer noch zu viele Fehlwürfe in unseren Restabfalltonnen“, wissen Köstlinger und Wohlmuth. Sie verweisen auf die hohe Recycling-Quote des ASZ und betonen, dass die Erlöse aus den ASZ den Müllgebühren zugeführt werden.

*(Hier hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Fälschlicherweise wurde anfänglich bis 0,3 Liter angegeben.)


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