Purora aus Raab geht nach Deal bei „Höhle der Löwen“ eigene Wege
RAAB. Das Start-up Purora aus Raab konnte bei der RTL-Show „Die Höhle der Löwen“ die Investoren überzeugen. Nach dem Deal wollen der Gründer Heinz Pöttinger (38) und Beatrice Ilie (28) jetzt aber eigene Wege gehen.

Pöttinger wuchs auf einem Biobauernhof auf und war hier von frischen Lebensmitteln wie Löwenzahn, Brennnesseln und Beeren umgeben. Ausgehend davon entwickelte er sein Produkt, um gesunde Ernährung leichter in den Alltag integrieren zu können.
Technik und Bio-Ernährung
Kern des Konzepts ist die Verbindung von Technik und Bio-Ernährung. Dafür wurde ein Mixer entwickelt, der Speisen kalt verarbeitet oder auf 42 beziehungsweise 52 Grad erwärmt. Ergänzt wird das Angebot durch fertige Bio-Mahlzeiten im Glas, darunter Smoothies, Porridges, Proteinshakes und Suppen.
Diese kommen laut dem Hersteller ohne Zuckerzusätze und künstliche Inhaltsstoffe aus. Das Sortiment umfasst derzeit rund 30 Produkte. Neben dem Endkundengeschäft richtet sich Purora auch an Geschäftskunden wie Büros, Hotels und Fitnessstudios. Zusätzlich setzt das Unternehmen auf Kochbücher und Ernährungskuren.
Familiennetzwerk
Hinter Purora steht ein Familiennetzwerk. Auch Vater Heinz senior, Mutter Eva sowie die Brüder Moritz, Nikolaus und Georg sind aktiv am Unternehmen beteiligt. Insgesamt flossen bereits rund sieben Millionen Euro aus der Familienholding in die Entwicklung.
Aufregender Auftritt
Für „Die Höhle der Löwen“ stand auch die ganze Familie auf Abruf bereit, um zu den Dreharbeiten kommen zu können. Laut Pöttinger war der Auftritt für die Show, die auf RTL+ ausgestrahlt wird, sehr ereignisreich und aufregend.
„Wir sind mit dem Interesse dorthin, einen Investor zu finden, der uns strategisch unterstützt“, sagt Pöttinger. Er und Ilie verlangten zehn Prozent für 300.000 Euro. Die Investoren waren an dem Produkt interessiert. Den Deal machte schließlich Dagmar Wöhrl mit 13,75 Prozent.
So geht es weiter
Nach der Show gab es Gespräche in Bezug auf die weitere Vorgehensweise und die gemeinsame Strategie. „Hier haben wir uns nicht gefunden und gingen einvernehmlich auseinander. Wir haben aber nach wie vor Kontakt“, berichtet Pöttinger.
Für das Unternehmen war der Auftritt laut dem Geschäftsführer dennoch ein großer Erfolg. Zahlreiche Bestellungen folgten auf die Ausstrahlung. „Der Shop wurde gestürmt. Wir sind total überfordert und total begeistert“, so der Gründer. „Wenn wir nicht so ein tolles Team hätten, könnten wir die Aufträge nicht bewältigen.“
Purora soll jetzt weiter wachsen – und sich auch in anderen Ländern ausweiten. Auf Italien und Tschechien soll eine Erweiterung nach Luxemburg und Schweden erfolgen.


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