Unterwegs im Kleinen Erlauftal: Malerische Landschaften und kulturelle Leckerbissen
STEINAKIRCHEN/WANG. Die beiden Nachbargemeinden im Kleinen Erlauftal bieten sich für eine gemütliche Radtour an und locken mit malerischen Ecken und Ausblicken sowie ausgiebigem Landschafts- und Kulturgenuss.

Als Ausgangspunkt für meine Radtour durchs Kleine Erlauftal habe ich mir das Ortszentrum von Wang ausgesucht. Hier nutzte ich zunächst die Gelegenheit, den hübschen Glockenturm näher zu begutachten. Gleich daneben erinnert der mittelalterliche Pranger an vergangene Zeiten. Kurz erkunde ich noch etwas das Ortszentrum, in dem sich Gemeindeamt, Kirche, Feuerwehrhaus und Veranstaltungshalle in direkter Nachbarschaft zueinander befinden. Bevor es nun endlich losgeht, decke ich mich noch in dem kleinen Nahversorger mit etwas Proviant ein. Dann schwinge ich mich aufs Rad.
Auf dem Weg zum ersten Ziel
Mein erstes Ziel ist die Nachbargemeinde Steinakirchen. Um nicht auf der Landstraße fahren zu müssen, biege ich schon nach wenigen Metern links auf den „Meridian Radweg“ ab. Schon bald habe ich das Ortsende von Wang erreicht und kann meine Tour auf einem idyllischen Weg zwischen Feldern entlang der Kleinen Erlauf fortsetzen. Rund eine Viertelstunde brauche ich nach Steinakirchen.
Erkundungstour zu Fuß
Die hügelige Gemeinde ist nur bedingt für (unmotorisierte) Radler geeignet. Von daher bietet es sich an, das Fahrrad im Tal stehen zu lassen und den kurzen Weg hinauf ins Ortszentrum zu Fuß zu gehen. Der Abstecher lohnt sich, denn das Areal rund um die weithin sichtbare Pfarrkirche und den Marktplatz ist definitiv einen Besuch wert. Hier finden sich gepflegte Blumenrabatte, ein hübscher Rastplatz, ein Kriegerdenkmal und es bietet sich eine schöne Aussicht auf Teile der Gemeinde und die herrliche Landschaft.
Letzte Tage im Lockdown
Natürlich besichtige ich auch die Pfarrkirche. Zum ersten Mal auf meiner Tour komme ich hier mit Corona in Berührung, denn in der Kirche ist pandemiebedingt jede zweite Sitzreihe gesperrt. Apropos Corona: Gerne hätte ich auch eines der Lokale am Marktplatz besucht, doch die hatten zu diesem Zeitpunkt pandemiebedingt noch geschlossen. Für eine Verschnaufpause bot sich daher die hübsche Sitzgruppe neben dem Gemeindeamt rund um den Pranger an.
Hauch von Exklusivität
Danach mache ich mich wieder auf den Weg zurück zu meinem Rad und verlasse Steinakirchen in Richtung Wieselburg. Am Ortsende angekommen, bewundere ich den originellen Miniatur-Nachbau der Pfarrkirche in der Mitte des Kreisverkehrs. Bevor es weiter nach Wolfpassing geht, mache ich noch einen Abstecher zum Schloss Ernegg. Die langgezogene Allee gibt den Blick frei auf den gepflegten Golfplatz am Fuße des Schlosses. Zahlreiche Sportler sind an diesem Montag auf dem Grün unterwegs, darunter viele Golffreunde aus Scheibbs und den umliegenden Bezirken. Doch es finden sich auch zahlreiche Autos mit Wiener Kennzeichen auf dem Parkplatz des Golfclubs. Mit der Meierei würde sich hier eine weitere Einkehrmöglichkeit bieten – doch auch diese musste zum Zeitpunkt meiner Tour noch geschlossen halten.
Abstecher nach Wolfpassing
In Wolfpassing angekommen, stoße ich schon nach wenigen Metern auf das Schloss und beschließe, das Areal genauer zu erkunden. Es finden sich dort unter anderem eine schöne Gartenanlage mit Ruheplatz, kleine Denkmäler und ein Café. Nach der Besichtigung radele ich noch ein wenig durch das hübsche Ortsgebiet mit seinen schmucken Einfamilienhäusern. Danach mache ich mich langsam wieder auf den Rückweg.
Der Rückweg
Ich verlasse Wolfpassing, indem ich den Radweg neben dem Spielplatz Richtung Westen folge und schließlich wieder beim Kreisverkehr nahe dem Freizeitzentrum Steinakirchen lande. Hier würde sich an heißen Sommertagen ein Besuch des Freibades anbieten. Ich durchquere den Ort und kehre auf dem „Meridian Radweg“ wieder zurück zum Ausgangspunkt nach Wang.
Mein Fazit
Es war eine gemütliche Tour, die auch ohne E-Bike oder für Familien mit Kindern mühelos zu bewältigen ist und sich nach Belieben ausbauen lässt. Wanderfreunde könnten sie zu Fuß in Angriff nehmen. In jedem Fall bieten sich Radlern und Wanderern ein ausgiebiger Landschaftsgenuss und etliche kulturelle Leckerbissen. Nach Ende des Lockdowns laden entlang der Strecke auch wieder etliche Lokale zum Verweilen ein.


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