Österreichischer BCI-Award in Chicago übergeben
SCHIEDLBERG. Die Firma g.tec aus Schiedlberg überreicht Trophäe für die beste Arbeit aus Neurotechnologie an Forscher aus den USA.
Der diesjährige BCI-Research-Award wurde im Rahmen der SfN (Society for Neurosceince) Messe in Chicago, Illinois überreicht. Christoph Guger, Gründer der Firma g.tec medical engineering, übergab die Trophäe heuer an Guy Hotson aus den USA. Er und sein Team entwickelten eine einzigartige Möglichkeit, mit dem Gehirn Prothesenhände zu steuern. ExpertInnen aus Forschung und Entwicklung im Bereich BCI, Neurotechnologie und Neurowissenschaften feierten gemeinsam die innovativen Ideen mit den Gewinnern.
Die Gewinner Die Trophäe, die von einem handgefertigten Chamäleon geschmückt ist, bekam Guy Hotson und sein Team aus der John Hopkins Universität in Baltimore. Sie entwickelten eine neuartige Möglichkeit, mithilfe eines Elektrocorticogramms, das Patienten implantiert wurde, und der bloßen Kraft der Gedanken Prothesenhände zu steuern.
Der zweite Platz ging an Ron Hogri aus Israel, der eine auf Brain-Computer Interface (BCI) basierende Technologie präsentierte, um insbesondere Menschen mit Gedächtnis- und Lerndefiziten zu unterstützen. Den dritten Platz verdiente sich Kenji Kato aus Japan. Er und sein Team entwickelten künstliche neuronale Verbindungen, um Bewegungen und motorische Funktionen wieder herzustellen. Die Firma g.tec aus Schiedlberg beschäftigt sich nun schon seit Jahrzehnten mit Brain-Computer Interfaces, also mit speziellen Schnittstellen zwischen Gehirn und Computer. Dadurch wird es Menschen mit Locked-In Syndrom zum Beispiel ermöglicht, durch ihre Gedanken zu kommunizieren oder Geräte zu steuern. Der Preis ist international renomiert, wenn es um die Forschung und Entwicklung von Mensch-Maschinen Interaktionen und Technologien geht. „Die Vergabe des BCI-Awards gibt uns Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Aktivitäten im Bereich der BCI-Forschung und wir können daraus auch auf zukünftige Entwicklungen schließen“, so Christoph Guger.
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