Der alte Meierhof Prandegg bekommt heuer einen hölzernen Scheunentrakt
SCHÖNAU. Es wird wieder gebaut beim alten Prandegger Meierhof: Nach der Errichtung von mittlerweile gut genutzten Pferdeeinstellplätzen und Lagerräumen ist heuer der hölzerne Scheunentrakt an der Reihe. Er wird den Meierhof wieder ein Stück weit mehr zu seiner ursprünglichen Form eines Vierkanters verhelfen.

Als Partner des Interreg-Projekts Natur- und Kulturerlebnis Burgen- und Schlösserweg, dessen Träger der Regionalverband Mühlviertler Alm ist, errichtet der Burgverein in Prandegg in diesem Sommer einen 230 Quadratmeter großen Scheunentrakt. Hier werden künftig grenzüberschreitende Kurse und Workshops abgehalten werden, etwa für Brotbacken, Kalkbrennen und Kalklöschen. „Der Startschuss für den Bau ist vor wenigen Tagen mit dem Ausbaggern der alten Steinfundamente des Meierhofs gefallen“, informiert Helmut Ölinger, der im April Burgvereins-Gründungsobmann Gottfried Viehböck (er wurde zum Ehrenobmann ernannt) in seiner Funktion abgelöst hat.
Archäologen haben dokumentiert
Archäologen haben die Freilegung der Fundamente begleitet und dokumentiert. Die Holzkonstruktion wird während des heurigen Arbeitseinsatzes des Burgvereins und vieler freiwilliger Helfer im Juli und August errichtet werden. Das auf drei Jahre angelegte Gesamtprojekt wird mit rund 360.000 Euro zu Buche schlagen und ist aus dem Interreg-Topf der EU gefördert. „Nach der Bauphase wird dann wieder die Erhaltung der Burg und ihre nachhaltige Vermarktung im Vordergrund stehen, um die relativ hohen Fixkosten abzudecken“, sagt Ölinger. Insgesamt wurden in Prandegg seit 1985 rund 1,3 Millionen Euro investiert.


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