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SCHREMS. Der national und international bekannte und renommierte Architekt, Maler und Gründer des Waldviertler Kunstmuseums, Makis Warlamis, ist am 27. Dezember 2016 gestorben.

Foto: IDEA
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Makis Warlamis war Architekt, Maler, Designer, Dichter, Schriftsteller, Pädagoge und Museumsgründer. Er wurde in Nordgriechenland geboren, lebte und arbeitete allerdings seit 50 Jahren in Österreich. Er war verheiratet mit der Künstlerin Heide Warlamis (Bildhauerei, Keramik, Design). Der international hoch angesehene Künstler war persönlich befreundet mit zahlreichen international bekannten Künstlern, Wissenschaftlern, Politikern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Zu diesen zählten u.a. Mikis Theodorakis und Friedensreich Hundertwasser, sowie Papst Benedikt XVI. und der ökumenische Patriarch Bartholomaios I.

Der Universalkünstler

Für Warlamis war die Kunst ein Medium, das alle Bereiche des Lebens durchdringt, gestaltet und erneuert. Der Universalkünstler hat stets für die Gemeinschaft gelebt und gearbeitet und seine Kunst für die Kommunikation und Verständigung, für den Dialog zwischen den Kulturen und zwischen den Generationen eingesetzt. Ein besonderes Anliegen war ihm stets die Förderung von Kindern und Jugendlichen.

Er hat sich für seine Geburtsheimat Griechenland und seine Wahlheimat Österreich engagiert und eingesetzt. Im Besonderen für Niederösterreich, das Waldviertel und die Stadt Schrems hat er unzählige Projekte realisiert.

Der Künstler-Architekt lehrte an verschiedenen europäischen Universitäten, initiierte und leitete 1995 die „World Ecological Academy of Santorini“, im Rahmen des Kooperationsprogrammes der europäischen Universitäten, MED Campus und leitete 1988 die Meisterklasse für experimentelle Architektur an der Internationalen Salzburger Sommerakademie in Zusammenarbeit mit Friedensreich Hundertwasser.

Gemeinsam mit seiner Frau gründete er 1992 das Internationale Zentrum für Kunst und Design I.DE.A. sowie 2009 das Kunstmuseum Waldviertel in Schrems Niederösterreich, die er beide auch leitete. Seit 1982 realisierte er große internationale Personalausstellungen in Museen und Ausstellungszentren der Welt in Europa, USA, Asien und Ägypten.

Der Architekt

Makis Warlamis begann sein Werk im Umfeld der radikalen Wiener Architektenavantgarde der 1970er Jahre mit Ausstellungen, experimentellen Kunst- und Architekturprojekten, sowie soziokulturellen und städtischen Forschungsprojekten und entwickelte sich im Laufe der Jahre immer mehr zu einem „Gesamtkunst-Künstler, einem „uomo universale“, die wir längst ausgestorben wähnten“, wie Volker Fischer, Kunsthistoriker im Deutschen Architekturmuseum und Museum für angewandte Kunst Frankfurt ihn einmal nannte.

Zu seinen herausragendsten architektonischen Arbeiten zählen das Projekt für die Musikhalle Hamburg, die Kirche der Frohen Botschaft in Waidhofen/Thaya und das Kunstmuseum Waldviertel mit dem Skulpturenpark. Außerdem auch noch das einzigartige Planungskonzept für eine Krypta für den Apostel Paulus, über das der emeritierte Papst Benedikt XVI. an ihn schrieb: „Ich finde es bewegend, dass Sie Ihre Arbeit als Architekt als theologischen Auftrag auffassen…. In meinen Gedanken und Gebeten begleite ich Ihre Arbeit…“

Der Designer

Durch seine enge Zusammenarbeit mit Karl Schwanzer (ehem. Assistent von Josef Hofmann) und Norbert Schlesinger zählt Warlamis zu den unmittelbaren Nachfolgern der Tradition der „Wiener Werkstätte“, die er in seiner ganzheitlichen Arbeitsweise und in seinen Designkonzeptionen neu belebte und weiterführte. Zu den bekanntesten Designprogrammen seiner umfassenden „New Age Philosophie“, die mit großem Erfolg international präsentiert wurden, gehören das mehrfach ausgezeichnete „Makis – Kindermöbelprogramm“, die „Warlamis Kunstteppiche“ und die „Waldviertler Sitzsteine“ (Living Sculptures).

Der Maler

Warlamis' malerisches Oeuvre umfasst zahlreiche große Bilderzyklen, aus denen der Zyklus „Christus Heute“ besonders herausragt. Seine Werke sind vertreten in internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen, u.a. Graphische Sammlung der Albertina, Wien, Museum Moderner Kunst Wien, Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Sammlung Alexander Jolas, Sammlung des Landes Niederösterreich, Sammlung Liaunig und weitere.

Auszeichnungen

Makis Warlamis erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen und Preise für sein vielschichtiges Werk, unter anderem im Jahr 2009 Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich und 2010 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Er war Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Künste, Moskau und Honorarprofessor der Universitatea de Arta si Design in Cluj-Napoca, Rumänien.

Verabschiedung

Die offizielle Verabschiedung von Makis Warlamis findet am Montag, 9. Jänner 2017 um 14 Uhr in der Stadtpfarrkirche von Schrems statt und wird begleitet von Eminenz Metropolit Arsenios von Austria, Diözesanbischof Klaus Küng und Landeshauptmann Erwin Pröll.


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