Asylwerber eröffnen feierlich Gemeinschaftsgarten
SCHWANENSTADT. Drei junge Damen haben vorgezeigt, wie Asylwerber mit einem Garten eine sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeit geboten werden kann, aus der sie einen praktischen Nutzen ziehen können. Mitte Juni fand das Einweihungsfest in Schwanenstadt statt. Rund 60 Besucher feierten mit den AsylwerberInnen das gelungene Projekt.

Als einen gelungenen Abschluss des Jugend-Umwelt-Projekts kann man das Eröffnungsfest bezeichnen, dasim Gemeinschaftsgarten des Flüchtlingsheims in Schwanenstadt stattfand. Mit syrischem Essen und ebensolchen Tänzen war der Feier ein nettes Programm geboten, das die kühlen Abendstunden überdauerte.
Eva Lochner (20) aus Bergheim/Salzburg, Elisabeth Steiner (20) aus Labing/OÖ und Karoline Voglauer (19) aus Senftenberg/NÖ, haben sich im Rahmen ihres „Lehrganges Bottom Up“ des Freiwilligen Umweltjahres kennengelernt und gemeinsam als Projektgruppe mit den Asylwerbern in insgesamt acht Wochen einen Baugrund zu einem Nutzgarten mit Gemüsebeet, Spielraum für die Kinder des Hauses und Raum zum Feiern und Grillen umgestaltet.
Während der Projektfindung im November 2014 kam die Idee auf, Asylwerber durch einen Gemüsegarten eine Beschäftigungsmöglichkeit zu bieten und so das Umweltprojekt mit einem sozialen Aspekt zu verbinden. Ein Flüchtlingshaus mit 40 Einwohnern fanden sie in Schwanenstadt, unweit davon wurde ihnen ein geeignetes Grundstück vom Fleischereibetrieb Hütthaler zur Verfügung gestellt. Das Aufgabengebiet umfasste zum einen die Überzeugungsarbeit aller Beteiligten, die Sponsoren- und Expertensuche sowie die Beschaffung von Werkzeug und Pflanzen. In nur acht Wochen wurde so das 600 Quadratmeter große Grundstück zum vielseitig verwendbaren Gemeinschaftsgarten umgearbeitet.
„Nun besteht noch die Schwierigkeit, eine Person in Reichweite des Heims zu finden, die den Garten weiter mitbetreut und den Asylwerbern gegebenfalls Hilfestellung leistet. Gänzlich wollen wir noch nicht wahrhaben, dass das Projekt mit dem Fest eine Beendigung gefunden hat. In der Schnelligkeit, in der aus diesen Fremden Freunde geworden sind, werden wir die Heimbewohner und den Garten ungern loslassen“, so Karoline Voglauer.


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