Nach Ende des Kulturrings lebt Kultur in Schwarzenberg im Tourismusverein weiter
SCHWARZENBERG. Mangels eines passenden Obmanns wurde der Kulturring aufgelöst. Kultur bleibt dennoch ein wichtiges Thema in der Gemeinde.

Es war schon Wehmut dabei, als Obmann Ferdinand Stiller bei der letzten Vollversammlung die Auflösung des Kulturrings bekannt geben musste. Es habe sich kein Obmann mehr gefunden, erklärt Stiller, der selbst zwölf Jahre an der Spitze des vor 41 Jahre gegründeten Vereins gestanden ist. „Es darf schon erlaubt sein, zu fragen, was der Bürger für die Allgemeinheit tun kann, damit das Gemeinwohl gefördert wird. Jeder Einzelne wäre da gefordert“, meint der scheidende Obmann.
Bleibendes Vermächtnis
Kulturwochen, die Häuserchronik, die Wiederherstellung des Heiligen Grabes, die Heimatstube oder die Adalbert Stifter-Ausstellung gehen unter anderem auf das Wirken des rührigen Vereins zurück. In Spitzenzeiten hatte dieser 120 Mitglieder.
Tröstend für Ferdinand Stiller ist, dass kulturelle Themen weiterleben – in Form des Tourismusvereins, um den sich Bürgermeister Michael Leitner bemüht hat.
Audio Guides für Stifter
Als eines seiner ersten Projekte hat der Tourismusverein die Installation von Audio Guides im Stiftermuseum beschlossen, deren Anschaffung von der Leaderregion Donau-Böhmerwald unterstützt wird. Diese ermöglichen einen Museumsbetrieb auch ohne Führung, die Öffnungszeiten können flexibler gestaltet werden. Zudem kann Adalbert Stifter künftig in deutscher, englischer und tschechischer Sprache in der alten Volksschule erlebt werden. Klassische Führungen werden aber weiterhin angeboten, ebenso bleiben die Heimatstube und das Heilige Grab bestehen.


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