Bürgermeister diskutierten über lebenswertes Altern
SCHWEIGGERS. Zwei spannende Themenbereiche standen beim Waldviertler „Frühstück mit der Region“ am 19. Mai in Schweiggers auf der Agenda: Die Gemeinden im demografischen Wandel und die EU-Regionalpolitik auf kommunaler Ebene. Etwa 70 Bürgermeister diskutierten gemeinsam mit VP-Landesrätin Barbara Schwarz über die Aufgaben und Chancen, die diese Herausforderungen mit sich bringen.

Nach der Vernetzung bei Kaffee und Kipferl wurden die anwesenden Bürgermeister zunächst von den Vorsitzenden des Regionalverbandes Waldviertel, Landesrat Maurice Androsch (SP) und Landtagsabgeordneten Bürgermeister Jürgen Maier (VP), begrüßt.
Danach hieß Landesrätin Barbara Schwarz die Gäste willkommen und wies zum Auftakt des ersten Themenschwerpunktes darauf hin, dass es in Anbetracht des demografischen Wandels für das Land NÖ unerlässlich sei, zukunftsweisende Konzepte zu erarbeiten, mit denen der älteren Generation ein Platz in der Mitte der Gesellschaft sowie ihr Lebensstandard gesichert und gefördert werden kann.
Höhere Lebenserwartung: Vielfalt und Gestaltungsfähigkeit
Franz Kolland von der Universität Wien malte in seinem Vortrag ein lebendiges Altersbild der heutigen älteren Menschen, die mit ihren Altersgenossen vor 50 Jahren nur mehr wenig gemeinsam haben. Die höhere Lebenserwartung bringt es mit sich, dass Alter nicht in erster Linie Pflegebedürftigkeit, sondern auch Vielfalt und Gestaltungsfähigkeit bedeutet. Daher ist es nötig, sich das Wissen für ein gelingendes Alter anzueignen und Konzepte für ein optimales Altern zu entwickeln. Das Ehrenamt kann dabei von besonderer Bedeutung sein, leistet es doch einen Beitrag für die Gesellschaft und erhöht gleichzeitig die eigene Lebenszufriedenheit. In diesem Sinne brachten die Teilnehmer in fünf moderierten Gesprächsrunden die dringlichsten Aspekte ihrer Gemeinden in die Diskussion ein.
EU-Regionalpolitik
Zum Zuständigkeitsbereich von Landesrätin Barbara Schwarz zählt auch die EU-Regionalpolitik. Das Waldviertel ist in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit den tschechischen Nachbarn seit vielen Jahren erprobt. Hermann Hansy und Helene Mader von der NÖ.Regional.GmbH gingen in ihrer Präsentation ausführlich auf die Fördermöglichkeiten für Projekte ein, die gemeinsam von Gemeinden oder Organisationseinheiten im Waldviertel und den benachbarten Regionen in Tschechien durchgeführt werden. Damit soll einerseits die Zusammenarbeit der Behörden auf beiden Seiten der Grenze, aber unter anderem auch die Wettbewerbsfähigkeit von Klein- und Mittelbetrieben oder die Entwicklung nachhaltiger Verkehrslösungen gefördert werden. Abschließend standen auch Vertreter der zuständigen Fachabteilung des Landes für Fragen zur Verfügung.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden