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SAXEN/SCHWERTBERG. Die einmalige Stimmung auf der Aiserbühne im Jubiläumsjahr 2015 hat ein Team rund um den Saxener Regisseur Raimund Stangl dazu inspiriert, ab 10. Juni dort Nestroy zu spielen.

"Ab auf die Insel" heißt es ab Freitag.
"Ab auf die Insel" heißt es ab Freitag.

Mit dem neu gegründeten Theaterverein Presto macht sich Raimund Stangl an Johann Nepomuk Nestroys Burleske „Häuptling Abendwind oder Das gräuliche Festmahl“. Dieses Stück, welches Theater Presto auf die Bühne bringt - oder besser: auf die Insel - war lange Zeit in Vergessenheit geraten, zeigt sich aber dennoch nicht verstaubt mit überraschend gültigen Gegenwartsbezügen. Stangl hat sich zwar an die Originalfassung von Nestroy gehalten, sie aber gründlich überarbeitet und einige Rollen hinzugefügt. „Man kann wohl nie wissen, was aus die Kinder wird“ - diese und noch viele andere zeitlose Aussagen finden sich im Häuptling Abendwind. Nestroys schwarze Komödie ist nicht nur ein witziges, turbulentes Stück - auf der Aiser dargeboten von der vierköpfigen Johannes-Froschauer-Live-Band mit insulanischer Musik - sondern auch eine grandiose Persiflage auf die hohe Kunst der Diplomatie. Die Proben laufen bereits hochproduktiv, das liegt wohl auch an der Zusammensetzung des Schauspielteams. Mit dabei sind die Publikumslieblinge Helene Stangl-Küllinger, Nina Pilsl sowie Michael Gaßner und topmotivierte Jungschauspieler.

Am Spielplan stehen zwölf Vorstellungen. Premiere ist am kommenden Freitag, 10. Juni.


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