Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

SIMBACH. „Jetzt red i“ sendete ein weiteres Mal aus Simbach. Die beliebte Diskussionsrunde, bei der das Publikum live mit Politikern zu aktuellen Themen Stellung nehmen kann, hatte das geplante Mega-Umspannwerk in Simbach sowie die Energiewende im Fokus. Als Haupt-Ansprechpartner mit dabei: Hubert Aiwanger (FW) und Ludwig Hartmann (Bündnis 90/Die Grünen)

Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger und online-Moderatorin Franziska Eder (Foto: Madl)
  1 / 6   Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger und online-Moderatorin Franziska Eder (Foto: Madl)

Schnell waren die kostenlosen Karten im Vorfeld vergeben, denn das rund 40 Fußballfelder umfassende geplante Umspannwerk im Ortsteil Kirchberg bewegt seit Monaten die Gemüter. Vor allem die direkten Anwohner, die mit ihren landwirtschaftlichen Betrieben und Flächen betroffen sind, ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, direkt mit zuständigen politischen Vertretern ihre Probleme vorzutragen.

Topographisch falscher Standort

Schon beim einleitenden Vorspann kam das Ehepaar Rieglsperger zu Wort und machte klar, dass man die jahrelangen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen auf dem Anwesen nicht wegen eines noch so guten Angebots aufgeben will. Dazu stellte Maria Lippeck an Ludwig Hartmann die Frage, wie man denn den Flächenfraß beschönigen will, den der Bau des Umspannwerks verursache. Schon die riesigen Strommasten vor der Haustüre wären kein schöner Anblick und wie die Anwohner beschrieben, ziehe sich nach Beendigung der Maßnahme das Leitungsnetz wie ein Spinnennetz zum Umspannwerk hin.

Bürgermeister Klaus Schmid kritisierte, dass der geplante Bau in einer topographisch unmöglichen Lage angesiedelt werden soll und man nur scheibchenweise die weiteren Vorhaben erfährt. Zahlreiche Bürgermeister, aus Reut, Wittibreut, Bad Birnbach, Zeilarn, waren mit dabei, was Moderator Tilmann Schöberl sehr überraschte.

Wenig Chancen zur Abwendung des Baus seitens der Politik

Sowohl Hubert Aiwanger, stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschafts- und Energieminister, als auch Ludwig Hartmann betonten immer wieder, dass man Verständnis für die Sorgen hätte, im Zuge der Energiewende und damit die Abwendung von fossiler Energie aber die Stromnetze und das Umspannwerk notwendig wären um den hohen Energiebedarf des Chemiedreiecks abzudecken.

Dazu kamen auch Vertreter von Bayernwerk, Wacker und dem Netzbetreiber TenneT zu Wort.

Rund eine Stunde wurde hart diskutiert. Flächenfraß, notwendige Ausgleichsflächen, riesige Masten, unverständliche Lageplanung und auch befürchtete Einbußen beim Tourismus wurden von den Bürgern vor Ort beschrieben. Mit etwas geographischen Abstand sahen die Zuseher, die sich aus anderen Teilen Bayerns und Deutschland online bei Franziska Eder meldeten, die Notwendigkeit des Baus.

Weitere Gespräche nach der Sendung

Dass man großes mit der Sendung bewegen kann, darüber dürfte sich keiner im Vorfeld eine Illusion gemacht haben. Aber es bleibt die Hoffnung, dass evtl. die Informationspolitik von TenneT und den Behörden besser wird und evtl. Alternativen geprüft werden. Nachdem die Zeit beim Bau drängt um die Energieziele bis 2040 zu erreichen bleibt aber die Hoffnung gering, dass man den Bau des Umspannwerks ganz abwenden kann.

Nach dem Ende der Sendung nahmen sich sowohl Aiwanger als auch Hartmann noch Zeit um persönlich mit den Leuten ins Gespräch zu kommen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Herrmann und Bernreiter eröffnen offiziell neues Dienstgebäude der Polizeiinspektion Simbach

Herrmann und Bernreiter eröffnen offiziell neues Dienstgebäude der Polizeiinspektion Simbach

SIMBACH. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Bauminister Christian Bernreiter eröffneten am 28. Juli 2026 offiziell das neue Dienstgebäude ...

Tips - total regionalMadl Marianne
Elektrifizierung der ABS 38: Landrat Koppmann fordert klares Signal für den ländlichen Raum

Elektrifizierung der ABS 38: Landrat Koppmann fordert klares Signal für den ländlichen Raum

ROTTAL-INN. Die Elektrifizierung der Bahnstrecke München – Mühldorf – Freilassing (ABS 38) ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte ...

Tips - total regionalMadl Marianne
Wasser in Simbach und Stubenberg abkochen

Wasser in Simbach und Stubenberg abkochen

SIMBACH. Die Stadt Simbach informierte am Montag Nachmittag 20.7., dass für das gesamte Stadtgebiet von Simbach sowie die von der Wasserversorgung ...

Tips - total regionalMadl Marianne
Gelungener Auftakt des Sprachcafés in Simbach am Inn

Gelungener Auftakt des Sprachcafés in Simbach am Inn

SIMBACH. Mit 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Bayern, Aserbaidschan, Belarus, dem Kosovo, Syrien und der Ukraine ist das erste Sprachcafé ...

Tips - total regionalMadl Marianne
Werbegemeinschaft gibt klares Bekenntnis zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

Werbegemeinschaft gibt klares Bekenntnis zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

SIMBACH. Turnusmäßig fanden bei der Werbgemeinschaft Simbach am Inn und Umgebung e.V. die Vorstandswahlen statt. An der Spitze bleibt Oliver ...

Tips - total regionalMadl Marianne
Sicherheitsbericht der Simbacher Polizei zeigt 2025 einen Rückgang an Straftaten

Sicherheitsbericht der Simbacher Polizei zeigt 2025 einen Rückgang an Straftaten

SIMBACH. Die Zahl der Straftaten ist 2025 erneut gesunken, wie die Polizeiinspektion Simbach unter der Leitung von Michael Diem in ihrem jüngsten ...

Tips - total regionalSabrina Antlinger
Weitere Beiträge