Wasserwirtschaftsamt übergibt die ersten Bauabschnitte an Stadt
SIMBACH. Die ersten Bauabschnitte des Simbacher Hochwasserschutzes sind nun final fertiggestellt. Abteilungsleiter Benjamin Rehm und Projektleiter Alexander Bauernfeind übergaben dazu die entsprechenden Unterlagen an die Stadt.

Es ist immer wieder unglaublich, welche Gewalt und Zerstörung der Simbach am 1. Juni 20216 entwickelt hat, wenn man heute auf das kleine Wasser-Rinnsal schaut. Doch es könnte immer wieder passieren, machen sowohl das Wasserwirtschaftsamt als auch Bürgermeister Klaus Schmid klar, wenn man nicht die entsprechenden Schutzmaßnahmen treffen würde.
Hochwasserschutz geht vor
Von Beginn an wurde sofort mit dem Hochwasserschutz begonnen und der Deich zur Wilhelm-Dieß-Straße in Bauabschnitt 1 gesichert. Aufwendige Planungen und Baumaßnahmen zur Weitung des Gewässerlaufes folgten und werden auch bis in die nächsten Jahre noch andauern.
Eine der großen Baustellen, die jetzt unscheinbar unter Lüftungsgittern und Einstiegsöffnung in der Tiefe verborgen ist, ist das Regenüberlaufbecken, welches eine große Herausforderung für Planer und Baufirma darstellte. 1300 m³ Wasser umfasst das Volumen, das eine wichtige Pufferfunktion hat.
Freizeit- und Erholungwert am Bach
Für jeden sichtbar ist Bauabschnitt 3, der Bachlauf zwischen Kreuzberger Weg Brücke und Viadukt. Mäandernd zieht sich der Bach durch das weite Bachbett und hat im Fall von Starkregen genügend Platz für große Wassermassen. Mit der Baumaßnahme verbunden war eine Renaturierung, beidseitige Schutzwände und eine sichere Sohlstruktur. Aber auch der Freizeitwert hat mit diesem Abschnitt gewonnen, denn Sitzgelegenheiten machen den Bach erlebbar, auf den Deichen ist der Weg für Spaziergänger, Jogger und Radfahrer eine sichere und erholsame Verbindung ins Stadtzentrum oder Richtung Braunau. Dies wird in Zukunft mit der Grünen Mitte (BA 5) noch mehr an Bedeutung gewinnen.
Bauübergabe an die Stadt
Zwei Ordner umfassen die Unterlagen, wie dieser Bereich in Zukunft richtig gepflegt wird, wann die Grünflächen gemäht werden müssen, welche Pflege die Hochwasserschutzwände benötigen und vieles mehr. Diese Aufgabe muss in Zukunft die Stadt übernehmen, machte Abteilungsleiter Rehm deutlich.
Während die ersten drei Bauabschnitt somit aus Sicht des Wasserwirtschaftsamts abgeschlossen sind, laufen die Arbeiten in BA 4 und BA 5 weiter. BA, das ist die Brücke Kreuzberger Weg, die zwar schon unter Verkehr steht, an der aber noch einige Restarbeiten auszuführen sind.
Forsterbrücke ab 21. September gesperrt
Mit Hochdruck wird an BA 5 weitergearbeitet. Hier wird demnächst der Kanal an das Regenüberlaufbecken angeschlossen, das dortige Rückhaltebecken wird entfernt und die Bohrpfähle gesetzt. Ab 21. September ist deshalb die Forsterbrücke zwischen Bäckerei Braumiller und ehem. Metzgerei Feyrer endgültig gesperrt und wird noch in diesem Jahr abgerissen.
Betont wird sowohl vom Wasserwirtschaftsamt als auch von der Stadt Simbach die gute Zusammenarbeit. „Nur so können wir den Hochwasserschutz für die Stadt schnell und sinnvoll voranbringen“, sind sich Bürgermeister Klaus Schmid und Benjamin Rehm einig.








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