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SONNTAGBERG/KEMATEN. Am  Dienstag, 25. Oktober, luden die Gemeinden Kematen und Sonntagberg zur 150-Jahr-Feier der Kematner Brücke.

Gemeindearchivar Horst Steindl (Mitte) wurde vonseiten der Gemeinden Sonntagberg und Kematen herzlich bedankt.

Hausherrin Juliana Günther konnte in der bis auf den letzten Platz gefüllten Festhalle Kemart zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Politik begrüßen, darunter ÖVP-Nationalratsabgeordneten Andreas Hanger sowie die Landtagsabgeordneten Helmut Schagerl (SPÖ) und Anton Kas-ser (ÖVP). Eva Zankl vom Waidhofner Musealverein hob in ihrer Ansprache die Bedeutung dieses  Flussüberganges als jahrhundertelange Verbindung und Hauptverkehrsachse ins Ybbstal hervor. ÖVP-Bürgermeister Thomas Raidl unterstrich die enge Partnerschaft zwischen den Gemeinden Sonntagberg und Kematen und dankte den beiden örtlichen Musikkapellen für die gemeinsame musikalische Umrahmung des Festaktes. Bevor Anton Kasser schließlich die Ausstellung eröffnete, mahnte er, dass es nicht nur wichtig sei, Brücken für Flussüberquerungen zu bauen, sondern in Zeiten wie diesen besonders auch das Brücken-bauen zwischen den Menschen. Die Ausstellung mit einer ungeheuren Fülle an Bildmaterial ist noch bis Samstag, 5. November, geöffnet. 

Baugeschichte

In der sehr kurzen Bauzeit von acht Monaten und mit den geringen Kosten von 54.000 Gulden wurde die Brücke im Jahr 1866 errichtet. Auf 106 Metern Länge spannt sich die Brücke zwischen vier Spannbögen von 22 Metern länger über die Ybbs. Sie war mit ihren 33 Metern Höhe zu ihrer Erbauungszeit die größte Straßenbrücke  Niederösterreichs. Landesingenieur Karl Rosner lieferte die Pläne, die Waidhofner Bauunternehmer Brandtner, Raifberger, Skala und Kronkogler setzten den Bau um. Am 8. Dezember 1866 wurde die Brücke von Abt Ludwig Ströhmer in Anwesenheit von Landesmarschall Josef Fürst Colloredo-Mansfeld feierlich geweihht und dem Verkehr übergeben. Mitte der 1950er- Jahre wurde sie wesentlich verbreitert. Angesichts des heutigen Verkehrsaufkommens und dem vierspurigen Ausbau der B121 stellt die Zukunft dieser Flussverbindung eine Herausforderung dar.


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