Projektmotto "Lässig sammeln statt uncool wegwerfen"
SONNTAGBERG. Unter dem Motto „Lässig sammeln statt uncool wegwerfen“ wird im Bildungszentrum Gleiß in Kooperation mit der EKA (Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle), dem AWV (Abfallwirtschaftsverband) und der GDA von 15. bis 17. Oktober ein schul(typen)übergreifendes Projekt ins Leben gerufen.

Den knapp 300 Schülern aller Bildungszentrums-Schultypen (von Volksschule bis Fachschule) werden Workshops mit Abfallberatern angeboten, um über das richtige Sammeln von Elektroaltgeräten, Batterien und Akkus informiert zu werden. Zum besseren Verständnis kommt dafür ein Schulkoffer zum Einsatz, der von der EAK aus einer Schülerumfrage 2011 heraus entwickelt wurde.
Schulkoffer – Ergebnis einer Schülerumfrage
Mit diesem Schulkoffer werden Schülern von acht bis 18 Jahren die Themen Recycling, Rohstoffknappheit und Auswirkungen auf die Umwelt sehr anschaulich und spielerisch nähergebracht. Am Beispiel eines zerlegten Smartphones machen die Jugendlichen Bekanntschaft mit den verschiedenen Rohstoffen ihres ständigen Begleiters und lernen auf diese Art und Weise, dass nicht mehr verwendete Handys nach wie vor einen enormen Wert – etwa durch die Lithium- und Goldanteile – haben oder auch schädliche Stoffe und deshalb nichts in verstaubten Schubladen und schon gar nichts im Restmüll verloren haben.
Highlight Sammelwettbewerb
Neben Exkursionen in die Firma Metran stehen auch Kurzfilme auf dem Programm und als Highlight ein Sammelwettbewerb (Handys, Elektrokleingeräte und so weiter), zu dem auch die Familien der Schüler, die Schwesterngemeinschaft und das Betreute Wohnen aufgerufen sind. Die Klasse mit den meisten gesammelten (kaputten) Elektrogeräten erhält am Mittwoch einen von EAK-Geschäftsführerin Elisabeth Giehser gestifteten Preis (500 Euro für die Klassenkasse).
NÖ Pilotprojekt bereits erfolgreich in Wien
Das Projekt wurde bereits erfolgreich im Bildungszentrum Kenyongasse in Wien (ebenfalls dem Orden Schwestern vom göttlichen Erlöser zugehörig) durchgeführt. Dort sammelten rund 2.000 Schüler an die vier Tonnen Altgeräte. Als NÖ Pilotschule für dieses Großprojekt wurde das Bildungszentrum Gleiß ausgewählt. Hier widmet man sich über viele andere Projekte schon seit langer Zeit dem Thema Umwelt. Neben einem gemeinsamen Schulgarten oder einer Vitalküche zählen auch die „Spürnasen“ zu einer vorzeigbaren Idee. Dazu werden pro Klasse zwei „Nasen“ beauftragt. In der 4a-Klasse sind das der Rosenauer Maximilian Linhartsberger und Ayana Gruber aus St. Georgen am Ybbsfeld. „Wir sorgen dafür, dass richtig in Rest-, Bio-, Plastik- und Papiermüll getrennt wird“, so die Spürnase Maximilian. „Und auch dass Schocklüftungen durchgeführt werden, keine Fenster gekippt bleiben oder dass nur dort Licht brennt, wo es auch tatsächlich benötigt wird“, ergänzt Spürnase Ayana.


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