Vision eines europäischen Wallfahrtszentrums
SONNTAGBERG. Die ersten Etappen des großen Restaurierungsprojektes um die Basilika Sonntagberg sind geschafft. Das Projekt wird von einem Kuratorium unter der Leitung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Diözesanbischof Klaus Küng begleitet. Bauträger ist das Stift Seitenstetten.

Drei von insgesamt zehn Etappen sind nunmehr abgeschlossen, bisher wurden rund 1,5 Millionen Euro investiert. Nach der erfolgten Restaurierung der Schatzkammer sowie der Sanierung der Süd- und Ostfassade folgt nun die vierte Etappe mit der Sanierung der Nordfassade und Musterarbeiten in der Kirche zur Vorbereitung der Innenrestaurierung. „Seitens des Bundeslandes Niederösterreich werden wir auch in der nächsten Etappe finanziell mithelfen. Die Kosten für die vierte Etappe belaufen sich auf 370.000 Euro. Seitens des Landes werden wir uns mit 20 Prozent beteiligen“, so Mikl-Leitner. Das Gesamtprojekt solle bis 2024 abgeschlossen sein, kündigte sie an: „Die Gesamtkosten werden rund 4,5 Millionen Euro betragen.“ Für das Land sei es ein besonderes Anliegen, „derartige Kulturgüter für die kommenden Generationen zu erhalten“, betonte Mikl-Leitner. Außerdem bringe die Renovierung auch wirtschaftliche Effekte für die Region sowie eine Belebung des Tourismus.
Träume und Visionen
„Wir träumen davon, dass sich der Sonntagberg als europäisches Wallfahrtszentrum manifestiert.“ Die Landeshauptfrau abschließend: „Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, den man Schritt für Schritt gehen muss. Für den kommenden Bauabschnitt wünsche ich allen Beteiligten Hunderte von Schutzengeln, damit die Sanierung weiterhin unfallfrei verläuft.“ Bischof Küng in seiner Stellungnahme: „Das Wallfahren unterliegt gesellschaftflichen Strömungen. Zurzeit erfreut es sich wieder größerer Beliebtheit. Aus dem Sonntagberg einen europäischen Wallfahrtsort zu machen, ist eine wunderbare Vision. Das Besondere am Sonntagberg ist ja, dass hier Gott selbst die Mitte der Wallfahrt ist.“ „Es hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan“, freute sich Abt Pilsinger: „Die Kirche strahlt nach außen neuen Glanz aus.“ Das zeige sich auch in den Besucherzahlen, berichtete er: „Die Wallfahrer sind deutlich mehr geworden.“ Der Abt bedankte sich auch beim Verein: „Die Unterstützung basiert nicht nur auf finanziellen Mitteln, sondern auch auf ideellem Einsatz. Über unterschiedliche Veranstaltungen versucht man, noch mehr Leute auf den Sonntagberg zu bringen. Die nächste ist am Sonntag, 27. Mai. Das Pontifikalamt am Dreifaltigkeitssonntag wird vom Chor Cantores Dei musikalisch umrahmt. Im Anschluss findet der traditionelle Kirtag statt.“
Verein, Partner und Ausblick
Unterstützung erfährt der Sonntagberg durch den Verein „Basilika Sonntagberg“. Zahlreiche Menschen, Unternehmen und Organisationen haben sich der Initiative des Obmanns des Vereins Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka angeschlossen. Selbst ein Mostviertler, baut er auf die Bereitschaft der Menschen, diesen Ort zu retten: „Wir unterstützen das Stift Seitenstetten und die Pfarre Sonntagberg mit all unseren Kräften. Im Zentrum unserer Maßnahmen stehen Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit. Wir wollen wieder allen ins Bewusstsein rufen, dass der Sonntagberg ein einzigartiger Kraftort ist, der symbolisch für die Bedeutung unserer Wurzeln steht. Nur wer seine Wurzeln kennt und pflegt, kann auch hoch hinaus wachsen!“
Wer seinen Beitrag zum Erhalt des Baujuwels leisten möchte, findet dazu im Info-Kasten die erforderlichen Bankdaten. Informationen zum Verein „Basilika Sonntagberg“ sowie zu den Veranstaltungen sind erhältlich unter www.sonntagberg.at, telefonisch unter 07448/21572 und unter sonntagberg@stift-seitenstetten.at.


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