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SONNTAGBERG. Anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums seiner Bäckerei in Rosenau konnte sich Bäckermeister Albert Käferböck über zahlreiche Gratulanten freuen. Wirtschaftskammer-Obmann Gottfried Pilz ehrte den Bäckermeister und seine Gattin Evelyn mit einer Urkunde. 

Albert (4. v. l.) und Evelyn (3. v. r.) Käferböck wurden von Wirtschaftskammer-Obmann Gottfried Pilz (2. v. r.) geehrt. Foto: Hans Hennigler

Der Rosenauer Bäckermeister präsentiert seine Backerzeugnisse nicht nur frisch und knusprig, sondern gern auch geschichtsbewusst. So hat er zum 1000-Jahr-Jubiläum von Gleiß hat er das „Gluzo Wecker“ kreiert, das an den Gründer von Gleiß, den Slawen Gluzo, erinnert. Seit Kurzem nun gibt es bei ihm auch die „Gleißer Weckerl“, mit denen er eine alte Tradition weiterführt. Schon vor dem ersten Weltkrieg waren die Gleißer Weckerl eine besondere Spezialität in der Gegend. Sie wurden nach einem alten Rezept in der Bäckerei der Schlosstaverne hergestellt und in Buckelkörben auf Pferdefuhrwerken ausgeliefert.

Zu Ehren des heiligen Blasius

Ursprünglich wurden diese Weckerl nur am Blasiustag, dem 3. Februar, als „Blasiuswecken“ gebacken. An diesem Tag kamen viele Menschen aus Nah und Fern in die dem heiligen Blasius geweihte Gleißer Schlosskapelle, um hier den Blasiussegen zu empfangen. Da die reschen Gleißer Weckerln mit ihren beiden Zipferln in der ganzen Gegend sehr beliebt waren, wurden sie später auch regelmäßig und in größeren Mengen hergestellt. Besonders viele lieferte der Gleißer Bäcker auf den Sonntagberg, wo sie vor allem bei den damals zahlreich kommenden böhmischen Wallfahrern sehr begehrt waren. Die Kinder der Volksschule Rosenau aber erhielten vor mehr als 100 Jahren aufgrund einer Spende zwei Mal im Jahr kostenlos ein Gleißer Weckerl – am Fronleichnamstag und am 18. August, dem Geburtstag des Kaisers.


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