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ST. AGATHA/ESCHENAU. Nach mehr als 20 Jahren wurde die Feuerwehr-Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ aktualisiert. Die Ersten im Bezirk, die nun die „neue“ Überprüfung antraten, waren die Feuerwehren St. Agatha und Eschenau. Diese absolvierten die neue Technische Hilfeleistung in Gold.

Die Feuerwehrkameraden traten zur neuen Leistungsüberprüfung an. Fotos: FF Eschenau
  1 / 2   Die Feuerwehrkameraden traten zur neuen Leistungsüberprüfung an. Fotos: FF Eschenau

Seit der Einführung vor mehr als 20 Jahren hat die Durchführung der Leistungsprüfung eine Verbesserung in der Vorbereitung auf Einsätze mit Menschenrettung nach Verkehrsunfällen bewirkt. Insgesamt sind seit Einführung 5831 Gruppen angetreten. Da sowohl technischer Fortschritt als auch taktische Neuerungen die Verkehrsunfallrettung verändert haben, wurde die Überarbeitung angeregt. Außerdem wurde vorgeschlagen, dass die Stufe III Gold, die im Wesentlichen eine Wiederholung der Stufe II Silber ist, aufgewertet werden soll. In einer Arbeitsgruppe wurde von September 2014 bis Juni 2015 die Richtlinie aktualisiert und eine Aufwertung der Stufe Gold entwickelt. Seit 1. Jänner werden die Abnahmen für die Leistungsprüfung THL nach der neuen Richtlinie durchgeführt. Und so stellten sich nach wochenlanger Vorbereitung am 19. März die ersten beiden Feuerwehren den neuen THL-Durchführungsbestimmungen. Am Vormittag traten drei Gruppen der Freiwilligen Feuerwehr St. Agatha zur Leistungsprüfung in den Stufen Bronze, Silber und Gold an. Die Leistungsabzeichen konnten sieben Kameraden in Bronze, vier in Silber und fünf in Gold übergeben werden. Besonders erfreulich: viele Kameraden, die das Goldene Abzeichen bereits besitzen, haben das „neue“ THL noch einmal in Gold absolviert. Am Nachmittag traten zwei Gruppen der Freiwilligen Feuerwehr Eschenau mit zwei Kameraden der FF Aubach ebenfalls in den Stufen Bronze, Silber und Gold an. Die Leistungsabzeichen konnten fünf Kameraden in Bronze, vier in Silber und vier in Gold übergeben werden. Durch die intensive Vorbereitung gelang es den Einsatzkräften, die Leistungsprüfung souverän zu absolvieren. Ziel dieser Überprüfung ist die sichere und zügige Abarbeitung eines simulierten Verkehrsunfalls mit einer eingeklemmten Person. Im Notfall können die Einsatzkräfte somit noch schneller helfen, da diverse Abläufe eintrainiert wurden. Neben der Handhabung der verschiedenen Geräte ist die Gerätekunde ein wichtiger Bestandteil. So müssen die Lagerorte der in den Fahrzeugen vorhandenen Ausrüstungsgegenstände bei geschlossenem Fahrzeug bis auf eine Handbreite genau gezeigt werden. In der Stufe Gold wird zusätzlich auch das theoretische Wissen geprüft. Auch die Themen Erste Hilfe, sicherer Umgang mit der Kettensäge und Absturzsicherung sind wichtige Bestandteile der Prüfung.


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