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Leserartikel Carina Panholzer, 07.02.2017 14:41

ST. GEORGEN AM WALDE. Die Anforderungen an den Forstwart sind stark gestiegen: Mit der Novellierung des Forstgesetzes wird dem Rechnung getragen, die Kompetenzen werden aufgewertet. Die Forstfachschule Waidhofen/Ybbs hat gemeinsam mit der Forst- und Jagdbranche ein neues Berufsbild entwickelt. Maßgeblich an der einzigartige Forstwarteausbildung beteiligt war Schulleiter Klaus Schachenhofer aus St. Georgen am Walde.
 

Bundesminister Andrä Rupprechter gratuliert Schulleiter Klaus Schachenhofer zur neuen Forstwartausbildung (Foto: BMLFUW/ Robert Strasser)

In Absprache mit allen betroffenen Stakeholdern wurde gemäß der Wünsche von Bildungsexperten ein neues, kompetenzorientiertes, zweijähriges Ausbildungskonzept erstellt, um diesem zukunftsorientierten Berufsbild gerecht zu werden. Im ersten Ausbildungsjahr werden den Schülern die forstlichen und jagdlichen Grundlagen praxisorientiert vermittelt. Das Jahr schließt mit einem einmonatigen Pflichtpraktikum in einem forst- und jagdlich orientierten Betrieb ab.

Im zweiten Jahr lernen die angehenden Forstwarte in einem Übungsforstbetrieb das erworbene Wissen praktisch anzuwenden. In dieser Phase kommt die unternehmerische Komponente vermehrt ins Spiel. Das heißt, es wird die vollständige Forstbetriebslehre praxisangewandt umgesetzt. „Die Forstwartinnen und Forstwarte sind berechtigt, Betriebe bis 1000 Hektar Waldfläche forstlich und jagdlich zu führen. Sie sind die Praktiker, die auf der operativen, handwerklichen Ebene tätig sind und selbstständig die anfallenden Tätigkeiten verrichten“, betont Schulleiter Klaus Schachenhofer.

Im Sinne einer Spezialisierung haben die angehenden Forstwarte die Möglichkeit, in einem der folgenden Vertiefungsschwerpunkte zusätzliche Zertifikate zu erwerben:

  • Spezielle Forsttechnik (Forstunternehmer)
  • Jagd- und Naturraummanagement (Berufsjäger)
  • Forstliche Dienstleistungen (Hofübernehmer, Verbände und Selbstständige)
  • Waldaufseher (behördliche Forstaufsicht Tirol, Vorarlberg)

Das neue Berufsbild für die Forstwartin und den Forstwart wurde speziell für den ländlichen Raum entwickelt und revolutioniert die traditionelle Forstarbeit – sie wird moderner, technischer, ökologischer und wirtschaftlicher. Damit ist auch die nächste Generation bestens gerüstet, ihren Beitrag zur Sicherung lebenswerter Regionen zu leisten.

Damit die Qualität der neuen Forstwarteausbildung nachhaltig gewährleistet ist, entsteht derzeit Europas modernstes forstliches Aus- und Weiterbildungszentrum in Traunkirchen (Oberösterreich). Die Forstfachschule Waidhofen/Ybbs und die Forstliche Ausbildungsstätte Ort/Gmunden werden ab September 2018 im Forstlichen Bildungs-Zentrum (FBZ) Traunkirchen zusammengeführt.


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