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ST.GEORGEN/GUSEN. Nach einer mehrjährigen Planungsphase und der Zusage von Fördermitteln wurde das Schutzkonzept Anfang des Jahres 2015 in Angriff genommen und vergangenen Sonntag feierlich eröffnet.  

Die renaturierte Gusen wird bereits gerne als Freizeit- und Naherholungsmöglichkeit genutzt.
  1 / 4   Die renaturierte Gusen wird bereits gerne als Freizeit- und Naherholungsmöglichkeit genutzt.

Das Hochwasserschutzprojekt erstreckt sich über 1,3 Kilometer im gesamten Ortsgebiet. Insgesamt wurden rund 200 000 Tonnen Erde bewegt und 20 Tonnen Steine verbaut, 1000 Meter Wasserleitungen und 3.500 Meter Kanäle neu gebaut und teilweise umgelegt. „Wir konnten wesentliche Ziele dieses Projektes erreichen und Hochwasserschutz mit Naturschutz verbinden. Ebenfalls verwirklicht werden konnte das Ziel, eine gute Naherholungsmöglichkeit zu schaffen“, freute sich Bürgermeister Erich Wahl über das fertig gestellte Bauwerk und bedankte sich bei allen Beteiligten, die einen Beitrag zum Gelingen geleistet haben. Mit ihm und der Bevölkerung feierten Nationalrat Nikolaus Prinz (in Vertretung für Bundesminister Andrä Rupprechter), die Landesräte Reinhold Entholzer und Elmar Podgorschek, Franz Gillinger von der Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft des Landes Oberösterreich, die Bürgermeister Hilde Prandner und Christian Aufreiter. Pfarrer Franz Wöckinger nahm die Segnung vor. Die musikalische Umrahmung bestritt die Marktmusikkapelle und der Spendenerlös für die Bewirtung mit Bratwürsteln und Getränken ging an die Lebenshilfe St. Georgen.

INFO

HWS Konzept St. Georgen/Gusen

-Aufweitung des Abflussquerschnittes

-Errichtung von Uferböschungen, Trockenstein- bzw. Stahlbetonstützen

-Bestehende Ufermauern um 50 Zentimeter erhöhen

-Errichtung von Dämmen mit rund 1,5 Metern Höhe über bestehendem Gelände

-Ökologische Gestaltung des Mittelwasserprofiles

Oberhalb der ÖBB- Brücke wurde ein von Verklausung bedrohter Fußgängersteg abgerissen und neu konstruiert. Zudem musste zwischen ÖBB-Brücke und Wimmingerbrücke ein Abwassersammler verlegt und mit größerem Querschnitt wieder errichtet werden. Zwischen Wimmingerbrücke und der alten Schleppbahnbrücke wurden Abflussertüchtigungen mittels Entlastungsgerinne bzw. Vorlandbrücke vorgenommen.

 


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