Pöttinger-Werk auf Schiene - Widerstand kommt von Bürgerliste
ST. GEORGEN. Die Firma Pöttinger expandiert und will in St. Georgen ein neues Werk für Erntegeräte bauen. 600 Arbeitsplätze würden so in der Region geschaffen. Das Projekt scheint nach langjährigem Hin und Her auf Schiene zu sein, denn die Optionsverträge für den Kauf der Grundstücke seien bereits unterschrieben. Sauer stößt dieser Umstand der Unabhängigen Bürgerliste (DU) auf, die sich seit Jahren vehement gegen das geplante Werk wehrt.

16 Hektar wurden vom Familienunternehmen Pöttinger in St. Georgen für den Bau des neuen Werks angekauft, die Optionsverträge konnten bereits rechtsgültig angenommen werden. Bereits 2021 will der Maschinenbauer hier Erntegeräte produzieren. Die behördlichen Verfahren werden nun nach Unterzeichung der Optionsverträge anlaufen. „Es werden zusätzlich neue Arbeitsplätze geschaffen und darüber hinaus verbessern wir die Wertschöpfung in der Region nachhaltig“, zeigt sich Heinz Pöttinger, der geschäftsführende Gesellschafter, erfreut und führt weiter aus: „Die kontinuierlichen Investitionen und Optimierung der Prozesse sichern nicht nur das künftige Wachstum des Unternehmens, sondern langfristig auch den heimischen Standort Österreich.“
Arbeitsplätze vs. Verkehrströme
Während Pöttinger mit der Schaffung von Arbeitsplätzen, der Verbesserung der Wertschöpfung in der Region und der Wettbewerbsfähigkeit argumentiert, sehen dies die Gegner, allen voran die Liste DU, ganz anders. Neben dem Wildkorridor, der durch das Werk verletzt werden würde, sehen die Gegner problematisch, dass den Anrainern Lärm zur Tages- und Nachtzeit, Staub, eine ungewisse Wassersituation sowie ungeahnte Verkehrsströme blühen könnten. „Damit einher gehen eine nicht notwendige Bodenvernichtung, Versiegelung von Landschaftsflächen, trotz genügend anderer geeigneter Standorte. Alleine der Profit lässt den Blick auf das Wesentliche verstellen“, kritisiert Rene Humel, Obmann der Liste DU. Laut Humel, er beruft sich dabei auf Experten des Landes OÖ, könne das Verkehrsaufkommen nur durch autobahnähnliche Zu- und Abfahrten bewältigt werden.
Alle Rückmeldungen zur Vorprüfung der Verkehrsituation seien laut Pöttinger in die Pläne eingearbeitet worden. Nun würden die behördlichen Verfahren beginnen. Zum Argument, dass durch das neue Werk 600 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, meint Humel „dass die Gemeinde St. Georgen schon genug Arbeitsplätze mit dem Gewerbegebiet Stritzing geschaffen und genügend Kommunalsteuer lukriert habe“. Die Anrainer würden das Projekt keineswegs akzeptieren, waren es ja diese, die zur Gründung der Partei (die Liste DU hat vier Mandate im Gemeinderat inne) geführt hätten. Sie werden ihre Rechte in den anstehenden Bewilligungsverfahren wahrnehmen, so Humel.


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