Mühlkreisbahn: Plattform gegen RegioTram
BEZIRK. Die Plattform „ZUGKUNFT Mühlkreisbahn“ spricht sich erneut deutlich gegen den Bau einer RegioTram statt der Mühlkreisbahn ab 2017 aus.

„Das erklärte verkehrspolitische Ziel, 30 Prozent des täglichen Pkw-Verkehrs auf die Schiene zu verlagern, kann eine RegioTram nicht lösen“, sagt Verkehrsexperte Robert Struger von der Plattform ZUGKUNFT. Den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr könne man nur durch ein gutes Angebot, attraktive Fahrzeiten und Qualität erreichen, so Strugler. Neben Platzmangel kritisiert die Plattform, dass in der RegioTram eine Gepäck- und Fahrradmitnahme gar nicht möglich sei oder keine WCs vorgesehen sind.
Mühlkreisbahn als Wahlkampfthema
Nicht nur die Plattform „ZUGKUNFT Mühlkreisbahn“ fordert eine Verbesserung der Mühlkreisbahn. Auch die Grünen OÖ und die FPÖ sprechen sich gegen eine Regio-Tram in diesem Bereich aus. „Die Mühlkreisbahn bietet viel Potenzial, allerdings nur dann, wenn sie in der Normalspur erhalten und modernisiert wird. Wir dürfen sie nicht zu einer Straßenbahn verkommen lassen“, fordert FPÖ-Klubobmann Günther Steinkellner. Vielmehr müsse die Strecke vor allem für Pendler attraktiviert werden, so Steinkellner.
In dieselbe Kerbe schlägt auch Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz: „Für ein attraktiveres Bahnangebot vom Mühlviertel nach Linz und retour bedarf es nicht nur eines Schienenausbaus, auch in Linz müssen vernünftige Anschlussstellen geschaffen werden. „Die Pendler verlangen moderne Umsteigemöglichkeiten bei der Eisenbahnbrücke auf Bus, Straßenbahn und das Bahnnetz“, sagt Schwarz. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 40 km/h brächte niemanden zum Umsteigen, kritisiert die Grüne Verkehrssprecherin. „Die Mühlkreisbahn muss in Zukunft mit den neuen City Jets betrieben werden und sie muss in ein Linzer S-Bahn-System integriert sein“, fordert Schwarz im Bezug auf die vom Land Oberösterreich geplante RegioTram.


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