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ST. JOHANN. Christian Hartl hat Bezirksinspektor Grinninger einen neuen Fall verschafft: In seinem dritten Roman muss sich der brave Polizeibeamte auf die Suche nach einer verschwundenen Politiker-Nichte machen und es kommt zwischen Elvis-Festival, Krampfadern-Pilgerstätte und Kistensau-Frühschoppen zum Showdown.

Neuer Provinzkrimi vom Hansinger Autor Christian Hartl (l.) Foto: Thomas Keplinger
  1 / 2   Neuer Provinzkrimi vom Hansinger Autor Christian Hartl (l.) Foto: Thomas Keplinger

In seinem dritten Krimi spannt Christian Hartl den Spagat zwischen Humor, Selbstironie, homoerotischen Führerkult und gnadenloser Geschäftemacherei. Lieb gewordene Traditionen, Landflucht, der Ausverkauf von Grund und Boden, perfekte Menschen und geächtete Außenseiter am Rand der Gesellschaft spielen dabei eine große Rolle.

Heile Welt? Mitnichten! „Dorf-Kirche-Wirtshaus. Diese beinahe heilige Dreifaltigkeit dominiert das Bild, wie sich das Mühlviertel in den Tourismusmagazinen präsentiert. Wer aber – wie ich – sein gesamtes Leben irgendwo zwischen Güterwegen, Erdäpfel-Ackern, Heiligen-Marterln, Waldstücken und mit Hirterdraht umzäunten Weidewiesen verbringt, der weiß: Die vom rauen Klima gegerbten Einwohner dieses abgelegenen Landstrichs zwischen Linz, Bayern und Tschechien sind nicht zu unterschätzen“, erzählt der Autor, der mit seiner Familie in St. Johann lebt. Kritiker beschreiben Hartls neuen Roman als Mischung aus Columbo, Pulp Fiction und der Piefke-Saga.

Korruption, Betrug und Polit-Filz

Worum geht es nun im neuen Provinzkrimi? Seit Wochen ist Mercedes Brettschneider, Nichte von Innenminister Harald Kaputtnig, wie vom Erdboden verschwunden. Der hemdsärmelige Vollblut-Politiker befürchtet das Schlimmste und glaubt, dass sie jemand kaltblütig ermordet hat. Auf Befehl vom Chef unterbricht Bezirksinspektor Gerhard Grinninger seine freien Tage. In der unerträglichen Sommerhitze startet er in einem Wallfahrtsort am Pilgerweg im beschaulichen Mühlviertel die Ermittlungen. Auf seiner Suche nach der Vermissten stößt der Protagonist auf zahlreiche Ungereimtheiten. Verdächtige sind schnell gefunden: etwa der grapschende Elvis-Imitator mit Alkoholproblemen; der skandalträchtige Priester Pius Thorwartl; Marie Meisinger, eine mit allen Wassern gewaschene Immobilienmaklerin; oder auch der dubiose Fleischermeister Erich Eder, der mit seinen neuartigen Speck-Kreationen die Gourmet-Welt entzückt. Schon nach kurzer Zeit verfängt er sich in einem eng verzweigten, lebensgefährlichen Netz aus Korruption, Betrug und Polit-Filz. Und dann holen den braven Polizeibeamten auch noch private Probleme in Beruf und Familie ein und es kommt zum Showdown zwischen Elvis-Festival, Krampfadern-Pilgerstätte und Kistensau-Frühschoppen. Kommt der Bezirksinspektor hier wieder lebendig raus?

„Mühlviertler Schmankerl“ erscheint im Verlag FederFrei, hat 200 Seiten und ist ab 24. Juli als E-Book erhältlich. Die gedruckte Ausgabe kommt im September in die Buchhandlungen.


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