Leaderregionen wollen die biologischen Schätze gemeinsam heben
MÜHLVIERTEL. Um das Thema Bio in allen Lebensbereichen zu verankern, machen jetzt die sechs Leader-Regionen des Mühlviertels gemeinsame Sache: Vor wenigen Tagen wurde in Gramastetten eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Bioregion mit vereinten Kräften weiterzuentwickeln.

Unter Federführung der Region Donau-Böhmerwald will jede Leader-Gruppe in diesem Verbund die biologischen Schätze aus ihrem Gebiet heben. „Ziel ist es, das Thema Bio in allen Lebensbereichen weiter zu entwickeln“, erklärt Projektleiter Daniel Breitenfellner aus St. Johann. Dazu will man Kindergärten und Schulen für das Thema begeistern; bei Fachmessen und Veranstaltungen auftreten; das große Potenzial in Gastronomie und Hotelerie ausnutzen; oder die Wege zwischen Produzenten und Konsumenten weiter verkürzen.
Insgesamt 17 Arbeitspakete stehen in den nächsten Jahren am Programm: Die Region Donau-Böhmerwald nimmt sich um Forschung und Entwicklung der alten Getreidesorte Schlägler Bioroggen an. Schwerpunkt in Urfahr-West ist die Bio-Direktvermarktung sowie Bio-Cateringangebote - unter anderem für Großveranstaltungen, wie die bevorstehende Ruder-Weltmeisterschaft in Ottensheim. Im Sterngartl-Gusental werden Projekte zur Bewusstseinsbildung in Schulen in Kooperation mit lokalen Akteuren gestartet und Bio-Liefergemeinschaften gebildet. Im Mühlviertler Kernland geht es um betriebliche Kooperationen, Nahversorgung, Ortskernbelebung und auch um den Aufbau von Bio-Marken. Auf biologische Ausflugsziele und erholsamen Natur-Aktivtourismus konzentriert man sich in der Region Mühlviertler Alm. Und Perg-Strudengau will Bio & Gesundheit vereinen und Körper, Geist und Seele nach Traditioneller Europäischer Medizin stärken.
Investition in die Zukunft der Bioregion Mühlviertel
Finanziert wird diese Weiterentwicklung zu 40 Prozent durch die Mitglieder des im Vorjahr gegründeten Vereins BioRegion Mühlviertel. Der Rest kommt aus den jeweiligen Regionalbudgets der sechs Leader-Gruppen, in denen man konsequent auf biologische Landwirtschaft setzt. „Es gibt viele Engagierte, die das überregionale Alleinstellungsmerkmal einer geschlossenen Wertschöpfungskette in Sachen Bio bei uns bereits mittragen“, freut sich Obmann Klaus Bauernfeind, ein begeisterter Bio-Bauer, Direktvermarkter und Gastwirt aus Gramastetten.
Lebendiges Wissenszentrum der Bioregion ist die Bioschule Schlägl.


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