Unterschriften: Petition für Geschwindigkeitsbeschränkung erfolgreich
ST. MARIENKIRCHEN. Zwei Einwohnerinnen aus dem St. Marienkirchener Ortsteil Unterfreundorf haben eine niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzung für den Straßenabschnitt der Daxberger Bezirksstraße erwirkt. Mit einer Unterschriftenaktion konnte eine 70er-Beschränkung erwirkt werden.

Julia Erdpresser und Clara Hermann wohnen beide in St. Marienkirchen. Die mangelnde Sicherheit der Schulkinder, der Anwohner und die Lärmbelästigung auf dem Straßenabschnitt in Unterfreundorf ließen die beiden aktiv werden. Die Anwohner leiden unter der überhöhten Geschwindigkeit, mit der LKWs und PKWs in Richtung St. Marienkirchen unterwegs sind. Neben dem Fahrzeuglärm, der zwischen 5 Uhr früh und 23 Uhr andauert, sind auch Zu- und Ausfahrten auf der Strecke schwer zu bewältigen. Hermann und Erdpresser beschlossen eine Petition ins Leben zu rufen.
Genaue Vorbereitung
Da es sich um eine Bezirksstraße handelt, ist die Bezirkshauptmannschaft für die Prüfung und Änderung von Geschwindigkeiten zuständig. Von ihr wird ein Verkehrsexperte beauftragt, der vor Ort Messungen vornimmt und entscheidet, ob eine Änderung notwendig ist. Vor der Sammlung der Unterschriften informierten sich Erdpresser und Hermann über die Situation, fertigten einen Brief an den Bezirkshauptmann an, den die Unterstützer vorab lesen konnten und besuchten schließlich sämtliche Bewohner von Unterfreundorf, bevor sie die Unterschriftenliste mit Brief an den Bürgermeister Harald Grubmaier (ÖVP) und Bezirkshauptmann Christoph Schweitzer sendeten.
Erfolgreiche Aktion
„Die größte Herausforderung war das Erreichen der Nachbarn“, erzählen die Initiatorinnen. Mehrere Runden durch die 68 Haushalte in Unterfreundorf waren nötig, schließlich konnten die beiden mehr als 120 Unterschriften sammeln und waren mit ihrer Aktion erfolgreich: Die Geschwindigkeitsbeschränkung wurde von 80 auf 70 km/h heruntergesetzt, das Ortsgebiet in Freundorf ausgeweitet. Erdpresser und Hermann setzten sich für eine Herabsetzung auf 60 km/h ein, zeigen sich aber vorerst zufrieden und hoffen auf die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung durch die Verkehrsteilnehmer und zusätzliche Kontrollen. Bürgermeister Grubmaier unterstützte die Aktion vor der Bezirkshauptmannschaft und hört positive Rückmeldungen der Bevölkerung. Er sieht die neue Regelung als Vereinfachung der Verkehrssituation.


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08.07.2020 05:56
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