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Vergängliche Kunst ist Hingucker am Neuhauser Platzl

Martina Gahleitner, 02.09.2019 13:20

ST. MARTIN/NEUHAUS. Sieben Kunstwerke, errichtet aus Materialien aus der Natur, stehen seit wenigen Tagen in der Nähe des Schlosses Neuhaus. Und allein die gut besuchte Eröffnungsfeier ist für die Initiatoren der Kulturinitiative VOI ein guter Grund, den Skulpturenpark zu erweitern.

Sechs Künstler rund um Kurator Beni Altmüller (2.v.l.) haben sich am Skulpturenpark beim Schloss Neuhaus beteiligt - am Bild mit VOI-Obmann Günter Huemer (r.) und Schlossherr Otto Plappart (2.v.r.).  Foto: Gahleitner
photo_library Sechs Künstler rund um Kurator Beni Altmüller (2.v.l.) haben sich am Skulpturenpark beim Schloss Neuhaus beteiligt - am Bild mit VOI-Obmann Günter Huemer (r.) und Schlossherr Otto Plappart (2.v.r.). Foto: Gahleitner

„Es war ein großartiger Abend für ein klasse Projekt“, fasst VOI-Obmann Günter Huemer nach dem Eröffnungswochenende zusammen. Eine ganze Woche lang haben sechs Künstler aus dem In- und Ausland gewerkt und aus Materialien, die großteils aus der Umgebung stammen, ihre Skulpturen geschaffen. So sind jetzt unmittelbar neben dem Schloss Neuhaus eine „Pflanzenbrücke“ oder ein Insekten-Fabelwesen zu sehen, den Zugang zum Schloss zieren Textzeilen, die zum Entschleunigen beim Lesen einladen. Tatkräftig unterstützt wurden die Kunstschaffenden bei ihrer Arbeit von Schlossherr Otto Plappart, der ganzen Bevölkerung und am letzten Tag auch von einer ganzen Schar Kindern, die aktiv mitgearbeitet haben, verrät Huemer.

Kulturangst enttarnt

„Es war eine Gastfreundschaft, die nicht zu überbieten war und die Leute konnten den Künstlern auf Augenhöhe begegnen“, freut er sich mit den Beteiligten, die sich im Mühlviertel sehr wohl gefühlt haben, wie sie einhellig bestätigen. „It was hard work, but funny“ – es war harte Arbeit, die aber Spaß gemacht hat, meint etwa Steve Ingham aus den USA, der einen Holzstoß in ein Kunstwerk verwandelt hat. Seine Frau Lawren Spera aus Italien arbeitete währenddessen an einem minimalistischen Werk aus Holz, Seilen und einem Baum, bei der die Schwerkraft wirken kann.

Bereicherung für den Granitpilgerweg

„Artists in Nature, die Kunst in und mit der Natur, ist nicht zuletzt durch den Klimawandel zum Boom geworden“, berichtet Kurator Beni Altmüller, der die Kunstschaffenden in Neuhaus zusammengebracht hat. „Die Werke sind vergänglich, verfaulen, die Natur holt sie sich zurück. Dann kommen nächste Künstler und machen ihre eigenen Arbeiten.“ Altmüller hat in Neuhaus neben einem Vogelhorst auch seine Sternenskulptur „Licht aus dem Wald“ aufgestellt, mit er er sich gerade erst auch bei einem Symposium in Belgien beteiligt hat. Für dieses wurden insgesamt 17 Künstler entlang eines 150 Kilometer langen Wanderweges aktiv. Ähnliches kann sich Altmüller auch im Mühlviertel vorstellen – denn der Skulpturenpark liegt direkt am Granitpilgerweg und andere Gemeinden haben bereits Interesse bekundet.


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