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ST. MARTIN. Kein offizielles Statement gibt es von Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl (ÖVP) zur aktuellen Grundstücksdiskussion in St. Martin (wir berichteten). Nur soviel: Der Bürgermeister habe alleine bei ihm Vorsprache zum Projekt gehalten, nicht mit dem Vizebürgermeister, der auch Grundstücksbesitzer ist.

St. Martin kommt nicht zur Ruhe. Foto: Weihbold
St. Martin kommt nicht zur Ruhe. Foto: Weihbold

Die Bürgerinitiative rund um Sprecher Martin Leibetseder hatte diese Vorgehensweise kritisiert: „Warum empfängt Strugl Bürgermeister und Vizebürgermeister persönlich, für die Anrainer gibt es nicht einmal eine schriftliche Stellungnahme zu dem Thema?“

„Wollen nicht vorgreifen“

Man könne und wolle dem ordentlichen Widmungsverfahren, das von der Gemeinde St. Martin noch gar nicht eingeleitet wurde, keinesfalls vorgreifen, heißt es auf Tips-Nachfrage aus dem Büro Strugl. Bei dem Termin von Bürgermeister Wolfgang Schirz bei Strugl – und zwar ohne Vizebürgermeister Karl Leitner – habe der Ortschef darauf hingewiesen, dass die Pläne im Anfangsstadium sind und vorerst auf Gemeindeebene ein Meinungsbildungsprozess sowie grundlegende Abklärungen und Erhebungen erforderlich seien.

Ausladung per SMS

Zu einer Besprechung am vergangenen Mittwoch, zu der die Gemeinde eingeladen hatte, wurde Leibetseder nur 50 Minuten vor dem Termin per SMS vom Bürgermeister ausgeladen. Er auch als Vertreter einiger Anrainer fungieren sollen, die verhindert oder krank waren. „Nun sind einige unserer wichtigsten Mitglieder nicht gehört worden“, ist Leibetseder sauer.

„Bekommen keine Infos“

Ein Anrainer, der unerkannt bleiben will, kritisiert: „Wir bekommen überhaupt keine Infos obwohl es uns direkt betrifft. Wenn nun wirklich ein Mischbaugebiet in Allersdorf gemacht wird und dort auch Wohnflächen entstehen, sind Probleme mit den nahegelegenen Gewerbebetrieben vorprogrammiert.“ Ihm stößt auch sauer auf, dass die Gemeinde erst ganz kurzfristig zu der Besprechung am Mittwoch eingeladen hatte, sodass viele Anrainer diesen nicht wahrnehmen konnten.

Einwände mitteilen

In der Besprechung – so informiert Bürgermeister Schirz –wurde festgelegt, dass die Anwesenden und betroffene Personen bis zum Dienstag nach Ostern ihre Befürchtungen, Wahrnehmungen, Argumente und Wünsche der Gemeinde mitteilen sollen. Danach solle die weitere Vorgangsweise abgestimmt werden.


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