Musik-Export: Niagara-Buam erobern die USA
ST. OSWALD/MIAMI. Jahr für Jahr tingeln die Niagara-Buam durch die USA, um bei den dortigen Oktoberfesten für alpenländische Klänge zu sorgen.

„Auf das Trompetenecho und den Vogeltanz fahren die Amerikaner voll ab“, erzählt Sigi Bauer vom einst legendären Oswald-Sextett, der im Rohrbacher Leitner-Wirtshaus bei einer Kesselheißen (heiße Wurst, Anm.) gerne über die Erfahrungen spricht, die er und seine Musiker-Freunde in den USA sammeln durften und dürfen. Sie nennen sich die Niagara-Buam und sind ein Konglomerat an Musiker-Legenden aus dem Oberen Mühlviertel, die zum harten Kern vom Oswald-Sextett und von „Bacadi“ zu zählen sind.
Erfolgswelle ebbt nicht ab
Jahr für Jahr sind sie in den USA unterwegs, um bei den dortigen Oktoberfesten die musikalische Regie zu übernehmen. Kufstein-Lied, Trompetenecho oder der Vogeltanz gehört zu ihrem Repertoire, mit dem sie auf der anderen Seite des „großen Teiches“ auf der Erfolgswelle schwimmen. Egal ob nun das Fest in Rochester, Seattle, Miami Beach oder im texanischen San Antoine stattfinden – Sigi Bauer und seine Musikerkollegen sind überall willkommen. Im Mühlviertel sind die Niagara-Buam nur noch bei ausgewählten Festen zu hören: „Wir haben früher bis zu 110 Auftritte pro Jahr gespielt. Jetzt machen wir halt nur noch das, was uns freut“, erzählt Bauer. Und dazu gehören eben die Auftritte in Übersee. Zu ihrem Publikum dort zählen vorwiegend Auswanderer, die sich auf wiesenähnlichen Festen vergnügen. „Wenn du das Kufstein-Lied oder das Trompetenecho spielst, sind sie völlig weg. Das gehört einfach dazu“, sagt Bauer.
Gastfreundliche „Amis“
Er erwähnt auch den „Chickendance“, der dort niemals aus der Mode kam und mit Vorliebe tanzend zelebriert wird. „Wir können ihn schon gar nicht mehr hören, aber wenn sich die Besucher an ein Stück alter Heimat erinnern, freut das einen doch wieder“, gesteht Sigi Bauer, der auch Wert legt, dass dort ein Prosit der Gemütlichkeit in Oktoberfestmanier zelebriert wird. Und: Es haben sich auch schon viele Freundschaften entwickelt. Auch das Bier sei übrigens ganz gut in Amerika. „Nur an die Plastikbecher haben wir uns noch nicht gewöhnt“, sagt Bauer. Organisiert werden die US-Trips von Bacadi-Urgestein Heinz Lang.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden