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Bilderbuch „Batzi und das Geheimnis der Bienen“ bringt Kindern das besondere Insekt Biene näher

Thomas Lettner, 25.06.2019 08:00

ST. PETER/AU. Landschaftsplanerin und Landschaftsarchitektin Barbara Heiß las kürzlich im Pfarrsaal in St. Peter/Au aus ihrem Bilderbuch „Batzi und das Geheimnis der Bienen“.

  1 / 3   Barbara Heiß bei der Lesung im Pfarrsaal. Mit ihrem Buch will sie Kindern die Bienen näherbringen und ihnen die Angst vor den Insekten nehmen. Foto: Thomas Lettner

Heiß kam als Studentin in einer Lehrveranstaltung auf der BOKU (Universität für Bodenkultur) Wien mit Bienen in Berührung. Fasziniert von den kleinen Nützlingen steckte sie auch ihren Mann mit ihrer neuen Leidenschaft an. Als sie merkte, dass Kinder Angst vor Bienen haben, begab sie sich auf Spurensuche. „Ich bin draufgekommen, dass es zwar Kinderbücher mit Marienkäfern und Schmetterlingen, aber keine mit Bienen gibt“, erklärt Heiß, die mit ihrem Buch Kindern die besonderen Insekten näherbringen will.

Gefährdete Wildbienen

Das Augenmerk der Autorin liegt allerdings nicht nur auf der Honigbiene, sondern auch auf den Wildbienen und anderen Insekten. „Honigbienen gibt es ausreichend, weil sie von den Imkern unterstützt werden. Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln haben keine Lobby und müssen stärker geschützt werden“, meint sie. Die Insekten seien nicht nur wichtig als Bestäuber der Pflanzen, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel.

Zerstörung von Lebensraum

Als einen der Hauptgründe für das Verschwinden der Insekten sieht die Autorin neben Pestiziden und der aus Ostasien eingeschleppten Varroamilbe hauptsächlich den menschlichen Ordnungswahn. „Rasenmäherroboter sorgen dafür, dass in den Gärten keine Blüte mehr aufkommt. Dabei wären aber Disteln und Brennnesseln, die als Unkraut betrachtet werden, wichtige Futterpflanzen“, so Heiß. Auch Imker und Bienenreferent Christoph Holzer sieht die Vielfalt der Wildbienen durch die Zerstörung von Lebensräumen durch den Menschen gefährdet. „Dabei ist die Wildbiene ein genauso wichtiger Bestäuber wie die Honigbiene“, sagt Holzer, der auf Schreckensszenarien wie in Asien verweist, wo in manchen Regionen Pflanzen schon von Hand bestäubt werden müssen.


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