Lösung für chronisches Platzproblem der Feuerwehr und des Musikvereins St. Peter/Au
ST. PETER/AU. Im gut gefüllten Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr wurde vergangene Woche das Ergebnis der Machbarkeitsstudie „Zukunft Vereinsinfrastruktur“ präsentiert.

Die Machbarkeitsstudie entwickelte sich aus dem 2016 gestarteten Dorferneuerungsprozess in St. Peter/Au Dorf und Markt. Der Bereich Vereinsinfrastruktur war ein Hauptpunkt des Bürgerbeteiligungsprozesses. In weiterer Folge wurde eine eigene Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um die einzelnen Wünsche, Anliegen und Bedürfnisse der Vereine, Organisationen und Körperschaften kennenzulernen. In den Arbeitsgruppensitzungen wurde zum Beispiel auch von Projekten in St. Michael und Kürnberg berichtet, wo jeweils der Musikverein und die Feuerwehr gemeinsam ein Vereinshaus errichteten.
Hauptproblem Platzmangel
In der gemeinsamen Diskussion stellte sich heraus, dass auch in St. Peter/Au die Freiwillige Feuerwehr und der Musikverein die Akteure mit dem größten Raumbedarf sind. Erstere klagt über zu wenig Platz im Feuerwehrhaus, zu kleine Umkleideräume ohne Geschlechtertrennung, den Mangel an Lagermöglichkeiten, eine zu kleine Fahrzeughalle und das Fehlen einer richtigen Heizung. Ähnliche Probleme hat der 71 Mitglieder zählende Musikverein. Die Proberäumlichkeiten im Musikheim seien zu klein, und es gäbe zu wenig Platz für Notenmaterial, Trachten und das Lager. Das Musikheim werde noch dazu von der Musikschule und Blasmusikensembles genutzt.
Vereine wünschten sich Machbarkeitsstudie
Aus diesem Grund wurde nach möglichen gemeinsamen Standorten Ausschau gehalten und der Bereich am derzeitigen Standort der Feuerwehr und die angrenzende betonierte Fläche des sogenannten Hartplatzes ins Auge gefasst. Da unklar war, ob sich die gewünschten Flächen unterbringen lassen würden, wurde auf Wunsch des Musikvereins und der Feuerwehr gemeinsam mit Ingenieur Hannes Kammerhofer eine Machbarkeitsstudie gestartet.
Eingang für beide Vereine
Die gemeinsam mit Generalplaner Girkinger und Partner aus Steyr durchgeführte Machbarkeitsstudie sollte klären, ob eine gemeinsame Nutzung des Feuerwehrgebäudes für beide Vereine möglich sei. Unter anderem bekäme das FF-Gebäude fünf Lkw-Ausfahrtstore und -Stellplätze. Der Hartplatz soll neu gestaltet und begrünt werden. Zur Carl Zeller-Halle könnte ein neuer Zugang geschaffen werden. Auch die Fahrzeughalle würde laut der Studie neu gestaltet werden. Beide Vereine bekämen einen gemeinsamen Eingang. Im Obergeschoss befänden sich eine Lkw-Halle, ein Proberaum, Umkleide- und Schulungsräume, das Kommandobüro und die Toiletten. Im Keller sind die Lagerräume angedacht.
Zustimmung und Kritik
„Wir stehen voll hinter der Machbarkeitsstudie“, sagte Reinhard Begicevic, Obmann des Musikvereins. Als positiv bewertet er, dass der Musikverein mit der präsentierten Lösung im Zentrum bleiben kann, sowie die Nähe zur Mittelschule. Bei Feuerwehrkommandant Philipp Deinhofer fand die Studie ebenfalls großen Anklang. Nach der Präsentation fand eine Diskussionsrunde statt. Kritikpunkte waren unter anderem, es könne durch die Umgestaltung des Feuerwehrhauses der Hartplatz der Mittelschule wegfallen, ins Ortsbild eingegriffen werden oder sich ein Parkplatzproblem bei Veranstaltungen ergeben.


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