ST. PETER. Ein erlebnisreicher Projekttag mit neuen Erfahrungen liegt hinter den Schülern der NMS St. Peter: Die Zeitzeugen Anna Hackl, Franz Rehberger, Friedrich Gabriel und Fritz Bertlwieser berichteten eindrucksvoll über den Zweiten Weltkrieg und zogen die Jugendlichen damit in ihren Bann.
„Ihre Geschichten reichen weit zurück, aber als sie zu erzählen begannen, fühlten sie jeden Schmerz wieder, wie wenn es gestern wäre. Und wir mit ihnen“, beschreibt Eva Hanner aus der 4. Klasse das Zeitzeugenprojekt: „Stell dir vor, du steht auf einer Straße mit einer blutdurchtränkten Schneedecke. Ein Lastwagen rast an dir vorbei, donnert über die Steinstraße und verliert etwas. Du erkennst, dass dieses Etwas ein Mensch ist, ein junges Mädchen. Eine Jüdin. Und du siehst einer Frau ins Gesicht, die das erlebt hat. In ihren Augen spiegeln sich Gefühle, die du nie nachvollziehen kannst – da bemerkst du, wie wertvoll das Leben ist, das du leben darfst.“ Zuvor haben die Schüler Spiele gespielt, die die Kinder früher gespielt haben; Kriegssuppe gekostet; Skulpturen gebaut, die an Krieg erinnern und sie haben sich überlegt, was für sie Friede ist. Vor allem die Zeitzeugen-Berichte waren für sie aber Erlebnisse, die sie so leicht nicht mehr loslassen.
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