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ST. PETER. Er ist Österreichs Nummer eins in seiner Klasse, Europameister von 2011, hamsterte viele Medaillen bei internationalen Turnieren und ist am besten Weg, der erste Olympia-Teilnehmer des Mühlviertels seit Josef Reiter zu sein: Wenn die Form hält, wird Daniel Allerstorfer in Rio auf der Matte stehen.

(c) Christian Fidler
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Mit einem Kampfgewicht von 130 Kilo ist Daniel Allerstorfer kaum zu übersehen. Auch sportlich ist der St. Petringer, der auf den Spitznamen „Dani“ hört, mehr als präsent: Mit seinen Siegen bei den Staatsmeisterschaften und den Erfolgen bei den Grand-Prix-Kämpfen in Astana und Tashkent ist der Weg zur Olympiade in Rio geebnet. Derzeit liegt er auf Platz 26 der unbereinigten Weltrangliste und in der bereinigten Olympiaqualifikation an 14. Stelle. Allerstorfer zählt zu den kleinsten Kämpfern seiner nach oben offenen Gewichtsklasse. Das versucht er aber mit Beweglichkeit, Schnelligkeit und Aggressivität wegzumachen. Zum Judo gekommen ist er durch seinen Bruder: Auch er kämpfte beim UJZ. Bis zu dreimal täglich trainiert der Heeressportler. „Es gibt nichts Größeres im Sport als Olympia“, sagt Franz Haugeneder, Präsident des UJZ Mühlviertel. Der Weg dorthin ist aber nicht immer leicht. Knapp an der Qualifikation für die Spiele in London (2012) scheiterte Vereinskollege Peter Scharinger. Der letzte UJZ-Olympionike war der Niederwaldkirchner Josef Reiter (1980, 1984 und 1988). „Es stehen noch einige Turniere an, der Leistungsdruck wird größer aber die Chance dabei zu sein lebt“, sagt auch Allerstorfer.

Luft nach oben

Wenn das klappt, wäre auch das UJZ wieder in aller Munde. Und das wäre wichtig, denn: Mit Platz sechs in der abgelaufenen Bundesligasaison ist der Rekordmeister nicht zufrieden. „Wir gehören nicht auf den sechsten Platz, sondern in die Final Four“, sagt Peter Scharinger, der als sportlicher Leiter des UJZ fungiert. Potential für mehr wäre da: Vor allem im Nachwuchsbereich konnte man viele Erfolge verzeichnen. Damit es auch in der A-Mannschaft wieder besser klappt, will sich Scharinger in der Trainings-Arbeit mit Georg Reiter besser abstimmen sowie Wochenend-Trainings-Aktionen forcieren. Trotz dieser kleinen „Image-Krise“ ist das UJZ mit 28 Medaillen bei den Staatsmeisterschaften besser als im Jahr 2011. Insgesamt holte der Verein bereits 2176 Medaillen. Das beeindruckte die Ehrengäste Union-Bezirks-obmann Hubert Hartl und Erich Sachsenhofer, Bürgermeister von Niederwaldkirchen.

Bessere Kommunikation

Auch in puncto Öffentlichkeitsarbeit will das UJZ einen Schritt nach vorne machen. So sollen die Homepage aktueller und die Heimkämpfe noch stärker beworben werden. Um sich in diesen Bereichen zu verbessern, wurde Markus Simon einstimmig in den Vorstand kooptiert. „Wir wollen vor vollen Hallen kämpfen“, heißt es dazu.


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