Prinzersdorfer Bürgermeister über Projekte und Pläne für die Gemeinde
PRINZERSDORF. Als Neueinsteiger in die Gemeindepolitik hat sich Bürgermeister Rudi Schütz gut eingelebt. Zahlreiche Projekte und Aktivitäten sind in der Gemeinde geplant.

Die positiven Erfahrungen aus zehn Jahren Tätigkeit als Dorferneuerungsobmann waren für Rudi Schütz der ausschlaggebende Grund, um sich für das Bürgermeisteramt zur Verfügung zu stellen. „Beim Einstieg haben sehr gute Mitarbeiter im Rathaus und ein gutes Miteinander im Gemeinderat geholfen“, betont Schütz. Etliche Projekte werden bereits umgesetzt beziehungsweise vorbereitet.
Ortskernbelebung „In diesem Zusammenhang ist der Neubau des Sparmarktes im Zentrum besonders positiv“, erklärt der Bürgermeister. Die notwendigen Planungen seien demnächst abgeschlossen und es werde, abhängig von der Witterung, noch im Herbst oder spätestens im Frühjahr mit dem Bau begonnen. Für die Gemeinde sei es wichtig gewesen, dass der Markt eine optimale Zufahrt bekommt. Durch die neue Straßenführung konnte laut Schütz auch für die betroffenen Anrainer eine gute Verkehrslösung gefunden werden.
„Nicht selbstverständlich“„Es ist nicht selbstverständlich und daher bin ich dem Eigentümer sehr dankbar, dass er sich trotz höherer Kosten für einen neuen Platz im Zentrum entschieden hat“, freut sich der Orts-Chef. Die neue Geschäftsfläche umfasst 800 Quadratmeter. Es können 80 Autos vor dem Supermarkt parken und trotzdem vor allem die älteren Leute sicher zu Fuß einkaufen gehen. Durch die zentrale Lage und den guten Bahnanschluss habe sich Prinzersdorf darüber hinaus zu einer beliebten Wohngemeinde entwickelt. Es herrsche rege Bautätigkeit.
Neue Wohnhausanlage„Derzeit wird eine neue Wohnhausanlage im östlichen Ortsteil von Prinzersdorf geplant. Es sollen drei Doppelhäuser und vierzehn Wohnungen gebaut werden. Im Nahbereich zum Bahnhof wird eine Investorengruppe ein größeres Grundstück vorwiegend mit leistbaren Doppelhäusern bebauen“, erklärt Schütz. Aber auch Privatpersonen bauen ihr Haus dem Bürgermeister zufolge gerne in Prinzersdorf. „Das Interesse, sich in der Gemeinde niederzulassen, ist sehr groß. Wir haben diesbezüglich laufend Anfragen“, so Schütz.
ProjekteEin weiteres Projekt betreffe die Entlastung des Regenwasserkanals. Der verrohrte ehemalige Mittergraben soll dafür in Teilbereichen wieder geöffnet werden. „So können größere Mengen an Regenwasser schneller aus dem Kanalnetz abgeleitet werden“, erlärt der Bürgermeister. Zudem werde als Beitrag zu einer Verbesserung der Hochwassersituation derzeit eine größere Schotteranlandung an der Pielach entfernt. „Darüber hinaus wird im Bereich der Bahnunterführung in Eigenregie des Dorferneuerungsvereines ein Gestaltungsprojekt mit den original aufbewahrten Bahnschrankenteilen errichtet“, so Schütz.
Thema AsylBezüglich der aktuellen Flüchtlingskrise ist der Bürgermeister froh, dass private Vermieter aktuell 13 Flüchtlinge auf vier Wohnungen verteilt beherbergen. „Es hat diesbezüglich noch nie Beschwerden am Gemeindeamt gegeben. Es hat sich auch eine Gruppe gefunden, die mit den Flüchtlingen interkulturelle Kochabende veranstalten will“, betont Schütz, der auch darauf hinweist, dass die örtlichen Institutionen und Vereine einen gemeinsamen Notfallplan erarbeitet haben, wie in der kalten Jahreszeit kurzfristig eine größere Menschenanzahl erstversorgt werden könnte.
Künftige Schwerpunkte„Da es sich bei unserer Gemeinde um ein sogenanntes Flussdorf handelt, wird ein künftiger Schwerpunkt die Aufwertung des Naherholungsbereiches an der Pielach sein“, erklärt der Bürgermeister. Ein dauerhafter Schwimmbereich als Flussbad sei dabei das erklärte Ziel. „Zu diesem Thema wird es ein Ortsgespräch geben und die Bürger sollen eingebunden werden. Der heurige Sommer hat wieder bestens gezeigt, wie gerne auch auswärtige Badegäste nach Prinzersdorf kommen“, freut sich Schütz.
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