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ST. PÖLTEN. Gabba Gabba HEY!!! hieß es vergangenen Freitag beim Auftritt der Ramones-Tribute Band „The Ramonas“ im Freiraum. Für Cloey, Rohnny, Pee Pee und Cammy Ramona geht es jetzt wieder zurück nach England, um das neue Album aufzunehmen, aber sie kommen todsicher nächstes Jahr wieder. 

  1 / 2   (v.l.) Rohnny Ramona (Gitarre), Pee Pee Ramona (Gitarre), Cammy Ramona (Schlagzeug) und Cloey Ramona (Gesang) Fotos: Thomas Lettner

Tips:Wann wurden The Ramonas gegründet?

The Ramonas: Das war 2004, aber von keinem der jetzigen Mitglieder. Eine Freundin von uns, die auch in der Band gespielt hat, hat The Ramonas gegründet. Sie lebt jetzt in den USA. Wir sind etwas später dazugekommen.

Hatten die Ramones einen großen Einfluss auf euch in der Kindheit und in der Jugend?

Ja, wir haben alle verschiedene Erfahrungen mit den Ramones gemacht. Mein Vater (Sängerin Cloey) hat mir zum Beispiel sein ganzes altes Ramones-Zeug gegeben.

Habt ihr auch eigene Songs oder lediglich Ramones-Covernummern?

Wir arbeiten viel an unserer eigenen Musik. Wir haben eine fünf Nummern-EP vergangenes Jahr im November rausgebracht.  Im Juni werden wir ins Studio gehen, um ein Album aufzunehmen. Heute Abend werden wir ein paar Songs von der EP spielen. Die vom neuen Album sind noch top secret.

Seit wann seid ihr schon auf Europa-Tour?

Schon zehn Tage. Österreich ist unser sechstes Land nach Frankreich, Holland, Belgien, Deutschland und Italien. Jeden Tag kommen wir in ein anderes Land. Am Samstag sind wir in Mannheim, dann gehen wir heim. Wir müssen unser Album aufnehmen.

Brighton, eure Heimatstadt, ist als sehr „left wing“ bekannt. Hatte das einen Einfluss auf euch, Teil der Ramonas zu werden?

Eigentlich haben wir zum ersten Mal in London miteinander gespielt. Wir hatten verschiedene Wechsel in der Band. Pee Pee und Cloey sind seit acht Jahren in der Band, Cammy seit einem Jahr und Rohnny seit ein paar Monaten.

Habt ihr schon über eine Welt-Tournee nachgedacht?

Ja schon, aber Reisen ist sehr teuer. Schon die Europa-Tour kostet uns viel Geld. Unser Traum ist es, nach Südamerika zu gehen. Besonders in Argentinien sind die Ramones sehr beliebt. Die Leute in Mexiko, Argentinien und Brasilien fragen uns schon seit Jahren wann wir kommen. Wir wollen das auch machen.

Ihr habt also kein Management im Hintergrund?

Wir haben eine Booking-Agentur in England und eine in Europa, aber managen tun wir uns selbst. Das ist auch besser so, weil wir so mehr Kontrolle haben.

Habt ihr die Tour jetzt angesetzt, weil es gerade so warm ist?

Normalerweise touren wir durch Europa im Oktober und November wenn es sehr kalt ist. Heuer haben wir zu diesem Zeitpunkt keine Zeit, deswegen haben wir die Tour früher angesetzt.

Wie gefällt euch St. Pölten?

Wir sind erst um vier Uhr Nachmittag angekommen. Auf Tour ist Sightseeing immer sehr schwer, weil man keine Zeit dazu hat und am nächsten Tag früh wieder abreisen muss. Oft kommen wir erst um zwei in der Früh ins Bett und müssen schon um sieben wieder auf. Das Tour-Leben ist sehr Rock“n“Roll.

Wie werden eure Fans auf euch aufmerksam?

Wir haben eine Homepage und einen Facebook-Auftritt. Viele finden uns auch auf YouTube, manche kommen auch zufällig auf uns. Es ist großartig, in Kontakt zu Leuten zu kommen, die die Ramones live gesehen haben oder mit Bands zu sprechen, die mit ihnen getourt sind. Wir sind eine Happy Family.

Was gefällt euch an Österreich?

Die Landschaft, das Wetter ist warm im Moment, die Menschen sind wirklich nett. Auch das Essen ist toll. Wir haben schon zwei Mal in Wien gespielt, und einmal in Salzburg zu Halloween, da sind wir als Dead Ramones aufgetreten.

Was unterscheidet euch von den Ramones?

Es ist schwierig, an sie heranzukommen. Meine Stimme wird nicht so klingen wie die von Joey, weil er ein Mann ist. Wir haben alle Elemente von Joey, Johnny, Dee Dee und Thommy, aber wir haben auch unseren eigenen Stil. Wir halten den Geist der Band aufrecht. Auf was die Leute stehen ist die Energie der Show und die Reise zurück in die Vergangenheit.

Sollte das Publikum dann nicht älter sein?

Als wir begannen, war das Publikum älter, aber es wurde mit der Zeit immer jünger und jünger. Auf dieser Tour haben wir stets vor jungem Publikum gespielt. Es gibt sehr viele Punk-Fans, was gut ist, damit der Punk nicht ausstirbt.

Wann kommt ihr wieder nach St. Pölten?

Wir kommen definitiv nächstes Jahr wieder. Dann werden wir auch schon die Songs vom neuen Album spielen.


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